Gemeindewahlen: SPÖ will Hochburgen zurückerobern

14. Jänner 2014, 11:33
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Sozialdemokraten kandidieren in 117 der 119 Gemeinden

Salzburg  - Salzburgs SPÖ wird bei den Kommunalwahlen am 9. März in 117 der 119 Gemeinden mit einer eigenen Liste antreten - das ist um ein Ort mehr als vor fünf Jahren, nämlich Göming. Lediglich in Werfenweng (Pongau) und Thomatal im Lungau konnten keine Kandidaten gefunden werden. Für die Bürgermeisterwahl schickt die Partei heuer in 76 Gemeinden Bewerber ins Rennen, darunter einen Parteiunabhängigen.

Hochburgen zurückgewinnen

Er sei sehr optimistisch, dass die SPÖ heuer einige verloren gegangene einstige rote Hochburgen zurückerobern werde, meinte Parteichef Walter Steidl am Dienstag bei einem Pressegespräch. Konkret nannte er Bischofshofen, Zell am See und Mühlbach. Gute Chancen rechnet er sich aber auch in Hallein und Grödig aus. Und auch in der Stadt Salzburg sieht er für Bürgermeister Heinz Schaden trotz sieben Gegenkandidaten keine all zu große Gefahr: "Ich bin optimistisch, dass er es im ersten Wahlgang schafft. Wenn es einen zweiten gibt, ist es aber auch kein Beinbruch."

Schwere Kandidatensuche

In manchen Orten war die Suche nach Interessierten allerdings nicht einfach. Die Funktionäre seien bis zum letzten Tag gelaufen, selbst bei Hausbesuchen habe man sich um neue Kandidaten bemüht. Problematisch sei vor allem die zeitliche Vereinbarkeit von Bürgermeisteramt und Beruf. In fünf Jahren soll es laut Steidl eine flächendeckende Kandidatur der SPÖ geben. Seine Partei werde dazu in allen Gemeinden Ortsgruppen aufbauen. Die Gemeinde sei schließlich die Grundlage für alle Wahlgänge.

Der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat der SPÖ heißt Adam Herzog in der Pinzgauer Gemeinde Leogang. Dort konnte die Partei keinen Nachfolger für die scheidende Bürgermeisterin Helga Hammerschmied-Rathgeb finden, weil alle Mitglieder aus zeitlichen Gründen ablehnten. In einem Brief an alle Haushalte wurde deshalb nach Interessenten gesucht, unter den fünf Bewerbern setzte sich Herzog letztlich durch. (APA, 14.1.2014)

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