EU ermittelt gegen Sky

13. Jänner 2014, 15:55
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Bestimmungen zur Ausstrahlung von Hollywood-Filmen im Visier

Die EU-Kommission untersucht einschränkende Auflagen, die große US-Filmstudios europäischen Bezahlsendern wie Skybei der Ausstrahlung von Hollywood-Spielfilmen machen. Die Brüsseler Wettbewerbshüter leiteten ein förmliches Kartellverfahren ein, wie am Montag mitgeteilt wurde.Dabei geht es darum, dass US-Filmstudios wie Twentieth Century Fox, Warner Bros., Sony Pictures, NBCUniversal oder Paramount Pictures Lizenzen zur Ausstrahlung von Filmen und anderen audiovisuellen Produkten nur für ein bestimmtes Gebiet an Pay-TV-Sender vergeben.

Online-Streaming

Erwirbt ein europäischer Bezahlsender also von einem US-Studio das Recht an der Ausstrahlung eines Films, gilt dies nur für den EU-Mitgliedstaat, in dem der entsprechende Sender über Satellit und Internet Inhalte ausstrahlt. "Die Kommission wird insbesondere untersuchen, ob diese Bestimmungen die Sender daran hindern, ihre Dienstleistungen grenzüberschreitend anzubieten, zum Beispiel weil sie diese dazu anhalten, potenzielle Kunden aus anderen Mitgliedstaaten abzulehnen oder den grenzüberschreitenden Zugang zu ihren Diensten zu blockieren", erklärte die EU-Kommission.

Von dieser Praxis betroffen sind demnach Sky Deutschland, BSkyB aus Großbritannien, der französische Sender Canal Plus, Sky Italia und DTS aus Spanien. Die Brüsseler Wettbewerbsexperten wollen untersuchen, ob bestimmte Bestimmungen zur Satellitenübertragung und zum Online-Streaming in Lizenzvereinbarungen zwischen den US-Filmstudios und den europäischen Pay-TV-Sendern, die den Sendern einen "absoluten Gebietsschutz" einräumen, gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die Einleitung des Verfahrens bedeute bisher aber lediglich, dass die EU-Kommission die Sachlage eingehender untersuchen wolle, hob die Brüsseler Institution hervor. (APA, 13.1. 2013)

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