Entscheidende Phase für "Kleine Zeitung"

13. Jänner 2014, 13:07
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Rückgrat des Medienkonzerns Styria holt Manager Walzl nach zwei Jahren zurück – und Verstärkung aus der Wirtschaftskammer Steiermark

Graz – Sie ist das wirtschaftliche Rückgrat des Verlagsriesen Styria: 20 Millionen Euro operatives Ergebnis schaffte die "Kleine Zeitung" etwa 2011 – der Gesamtkonzern mit "Presse", "Wirtschaftsblatt", Gratisblättern, Magazinen, Zeitungen und Websites in Kroatien und Slowenien 14,4 Millionen.

2012 fiel das Konzernergebnis auf 3,5 Millionen – die Regionalzeitung für Steiermark und Kärnten schaffte noch 11,6. Über 2013 stehen noch keine Daten im Firmenbuch – die Signale wirken widersprüchlich: Intern soll das zweitbeste Jahr der "Kleinen Zeitung" kommuniziert sein; 2013 waren Urlaube massiv abzubauen. Montag gab die Styria eine Rolle rückwärts und eine Verstärkung im Management bekannt.

Erst im April 2012 tauschte die Styria Walter Walzl nach elf Jahren als "Kleine"-Geschäftsführer gegen Dietmar Zikulnig, der die "Kärnter Woche" gegründet hat, später in der Styria International und der Mutterholding tätig war. Rund zwei Jahre danach holt der Grazer Riese Walzl von der Südosttreuhand SOT zurück. Und mit 1. April als – eher überraschende – Verstärkung Thomas Spann.

Wirtschaftskammer Steiermark

Spann werkt seit gut 20 Jahren in der Wirtschaftskammer Steiermark, zuletzt als Direktor. Auch der neue Styria-Vorstandschef Michael Mair wechselte aus dem Bankgeschäft 2013 in die Medien; er kannte die Styria seit Jahren als Aufsichtsrat. Mair betreut im Vorstand "Presse" und "Wirtschaftsblatt", die nun enger verzahnt werden.

Die "Kleine" ist seit 2013 im Vorstandsressort von Klaus Schweighofer. Kleine-Chefredakteur Hubert Patterer, der mit Zikulnig offenbar gut zusammenarbeitete, bleibt Geschäftsführer. Unter seiner "publizistischen Gesamtverantwortung"  werden gedruckte und digitale Inhalte neu ausgerichtet und die Redaktionen (spätestens im Newsroom in der 2014 besiedelten neuen Zentrale) zusammengeführt werden. Ab 2015 plant sie bezahlte Onlineinhalte, für heuer neue "Kleine"-Apps. Mair spricht von "einer der entscheidendsten Phasen" in der Geschichte der "Kleinen Zeitung" – und die begann 1904. (mue, fid, DER STANDARD, 14.1.2014)

Korrektur: Rechenfehler, inzwischen behoben: Walter Walzl kehrt nach rund zwei Jahren (und nicht einem Dreivierteljahr, wie zunächst falsch im Text) zur Styria zurück. Großen Dank meinem aufmerksamen und rechenkundigen Lieblingsleser! (fid)

  • Wirtschaftskämmerer Spann managt "Kleine Zeitung".
    foto: kleine zeitung

    Wirtschaftskämmerer Spann managt "Kleine Zeitung".

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