Französische Studentin wurde in Kufstein Opfer eines Verbrechens

13. Jänner 2014, 12:15
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20-Jährige starb durch massive Schläge auf den Kopf - Leiche der 20-Jährigen war am Sonntag am Ufer des Inns bei Kufstein entdeckt worden

Kufstein/Innsbruck - Jene französische Studentin, deren Leiche am Sonntag am Innufer in Kufstein entdeckt worden war, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Obduktion habe ergeben, dass die 20-Jährige durch mehrere "massive" Schläge auf den Kopf getötet wurde, teilte LKA-Chef Walter Pupp am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit.

Die 20-Jährige war Sonntag früh von Freunden und Studienkollegen als vermisst gemeldet worden, weil sie bis in die Morgenstunden nicht in ihre Unterkunft zurückgekehrt war. Polizisten fanden schließlich die Leiche der jungen Frau am Ufer des Inns im Stadtgebiet von Kufstein

Sehr heftige Schläge

Auf den oder die Täter gab es vorerst keine Hinweise. "Wir wissen nicht, ob sie der Täter begleitet hat oder ob sie zufällig auf ihn getroffen ist", sagte LKA-Leiter Walter Pupp.

Die Tatwaffe dürfte ein harte Gegenstand gewesen sein, so Pupp: "Worum es sich genau gehandelt haben könnte, wissen wir nicht". Bei dem Verbrechen habe es sich jedenfalls um "stumpfe Gewalt" gehandelt. Die "sehr heftigen" Schläge führten zum Tod der jungen Frau.

Dem Ermittlungsstand zufolge wurde die Tat etwa gegen Mitternacht in der Nähe des Fundorts verübt, erklärte der Ermittler. Denn zum einen sei gesichert, dass die 20-Jährige kurz vor Mitternacht mit einer Freundin telefoniert hatte und ankündigte, sie in deren Wohnung besuchen zu wollen. "Das Gespräch riss dann aber plötzlich um 23.45 Uhr ab", schilderte Pupp. Die Freundin habe noch versucht, die Studentin zurückzurufen, konnte aber keinen Kontakt mehr herstellen.

Möglicherweise Raubmord

Zum anderen müsse der Tatort entweder in der Nähe des Fundortes oder mit diesem ident sein. "Durch den zeitlichen Ablauf ist davon auszugehen", so Pupp. Auf ein Sexualdelikt deute nichts hin. Hingegen sei die Handtasche und das Handy der Frau verschwunden. "Aber ob es sich um einen Raub gehandelt hat, ist unklar", betonte Pupp.

Die 20-Jährige stamme aus der Gegend um Lyon und war im Zuge eines studentischen Austauschprogramms seit vier Monaten in Kufstein, sagte Pupp. Sie habe in einer Wohnung in der Münchnerstraße gewohnt.

Die Leiche der Französin war am Sonntag von Polizisten am Ufer des Inns neben einer Promenade im Stadtgebiet entdeckt worden. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau Sonntag früh als vermisst gemeldet. (APA, 13.1.2014)

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