Keine Probleme für Besucher in Bangkok

13. Jänner 2014, 11:16
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Wiener Jumbo-Touristik: Buchungslage unverändert - Außenministerium rät dennoch von Reisen in die thailändische Hauptstadt ab

Bangkok - Die Massendemonstrationen in Bangkok beeinträchtigen die Touristen in der thailändischen Hauptstadt nach Angaben der Tourismus-Behörde (TAT) nicht. "Das Leben in Bangkok und im Rest von Thailand gehen ganz normal weiter", berichtete die Behörde am Montag. Das österreichische Außenministerium weist dennoch seit Freitag auf ein "hohes Sicherheitsrisiko" in der Hauptstadt hin.

Der Wiener Thailandtouren-Spezialist Jumbo Touristik sieht derzeit keine Behinderungen für Reisen in das südostasiatische Land. Es gebe weiterhin Reisen zu allen Destinationen, auch Stadtrundfahrten in Bangkok seien normal möglich. Das Regierungsviertel, in dem es immer wieder zu Demonstrationen kommt, werde ohnehin nicht angesteuert, sagte Pressesprecher Gerald Stainoch der APA. Die Buchungslage habe sich aufgrund der Proteste nicht verändert.

Zehntausende Demonstranten besetzten am Montag wichtige Verkehrsknotenpunkte Bangkoks und legten den Verkehr lahm. Besucher könnten sich aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln - der Hochbahn und der U-Bahn - fortbewegen, erklärte die TAT. Auch der Betrieb der Flughafenbahn lief normal.

Thailand im Vorjahr meistbesuchtes Land der Welt

Bangkok war nach einer Erhebung von Mastercard im vergangenen Jahr mit 15,98 Millionen Touristen die meistbesuchte Stadt der Welt. Sie verwies London, Paris, Singapur und New York auf die Plätze. Für die meisten der 26 Millionen Touristen, die Thailand im Jahr besuchen, ist Bangkok allerdings nur Durchreisestation zu den Inseln an den Küsten im Süden oder ins Hochland im Norden. Im Süden gab es in den letzten Wochen nur vereinzelte Proteste, im Norden blieb es ruhig.

Die Bangkoker Touristenattraktionen wie der Königspalast und der liegende Buddha waren trotz Demonstrationen wie üblich geöffnet, berichtete das Bangkoker Tourismusbüro. Auch die Einkaufszentren entlang der Sukhumvit Road waren geöffnet. Sie wollten am Abend allerdings statt um 22 Uhr um 20 Uhr schließen. In unmittelbarer Nähe hielten tausende Demonstranten drei riesige Kreuzungen besetzt.

Zahlreiche Regierungen haben Touristen und Landsleute wegen der Massendemonstrationen in Bangkok zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. Die US-Behörden empfahl ihren Bürgern sogar, Vorräte für zwei Wochen anzulegen. Das Außenministerium in Wien riet vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in die thailändische Hauptstadt ab. (APA/dpa, derStandard.at, 12.01.2014)

  • Auf nicht unbedingt notwendige Reisen nach Bangkok sollte derzeit eher verzichtet werden.
    foto: epa/rungroj yongrit

    Auf nicht unbedingt notwendige Reisen nach Bangkok sollte derzeit eher verzichtet werden.

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