Dropbox dementiert Hacker-Angriff nach Ausfall von Service

11. Jänner 2014, 12:16
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Eine Hackergruppe gab an, einen Angriff auf den Webdienst gestartet zu haben - Dementi vom Unternehmen selbst

Der Webdienst Dropbox dürfte am Freitag wohl Opfer eines Hackangriffs gewesen sein. Die Seite hatte laut TheVerge mit einigen Problemen zu kämpfen, kurz danach veröffentlichte das Unternehmen eine Stellungnahme bei der besagt wurde, dass die Komplikationen bei Wartungsarbeiten aufgetreten sind. Die Hacker-Gruppe "The 1775 Sec" gaben jedoch auf Twitter an, dass sie hinter der Offline-Zeit von Dropbox stehen . Als Grund für den Angriff wurde der einjährige Todestag von Netzaktivist Aaron Swartz angegeben, der sich vor einem Jahr das Leben nahm.

Ein Datenleck

Neben Dropbox soll auch die Homepage vom Massachusetts Institut of Technology (MIT) gehackt worden sein, ebenso zu Ehren von Swartz. Inwieweit das Hacker-Kollektiv Zugriff auf die Server vom Cloud-Dienst hatte, ist vorerst noch nicht bekannt. Kurz nachdem sich die Gruppierung für den Angriff auf Twitter verantwortete wurde auch ein Tweet an Dropbox gesendet, wobei dem Unternehmen ein Ultimatum gestellt wurde, ihre Sicherheitslücken zu schließen. Wenn die Firma dem nicht nachkomme, wollte die Gruppe auch Datensätze veröffentlichen.

Doch kein Datenleck

Ein Twitter-Benutzer, der angab an dem Hack beteiligt zu sein, veröffentlichte daraufhin Informationen, die von Sicherheitsexperten jedoch schnell als Fake entlarvt wurden. "The 1775 Sec" gaben schlussendlich auch selbst an, dass es sich bei dem Angriff lediglich um einen DDoS-Angriff gehandelt hatte, bei dem keine Daten entwendet wurden. Dropbox konnte zu einem möglichen Hacker-Angriff noch nichts sagen, das Unternehmen sei laut eigenen Angaben jedoch darum bemüht, sämtliche Probleme mit der Seite so schnell wie möglich zu lösen.

Update - 11.01. 15:20

Laut Angaben von Dropbox dürfte kein Hack auf den Webdienst stattgefunden haben. Die Server-Probleme dürften wie vom Unternehmen bereits vermeldet tatsächlich auf Wartungsarbeiten zurückzuführen sein und weder von einer DDoS-Attacke, noch von einem unerlaubten Serverzugriff verursacht worden sein. (red, derStandard.at, 11.01.2014)

  • Die Drohung von “The 1775 Sec“.
    foto: screenshot: webstandard

    Die Drohung von “The 1775 Sec“.

  • Das Dementi von “The 1775 Sec“.
    foto: screenshot: webstandard

    Das Dementi von “The 1775 Sec“.

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