Chemikalie vergiftete Trinkwasser für 200.000 Amerikaner

10. Jänner 2014, 18:50
33 Postings

Leck in einer Fabrik ließ Chemikalie in Fluss gelangen

Charleston (West Virginia) - Im US-Bundesstaat West Virginia hat die Regierung den Notstand ausgerufen, weil Trinkwasser vergiftet wurde. Durch ein Leck in einer Fabrik in Charleston sei am Donnerstag (Ortszeit) eine schädliche Chemikalie in einen Fluss geflossen, berichtete der TV-Sender CNN am Freitag. Die Regierung forderte fast 200.000 Menschen in der Region auf, kein Leitungswasser zu benutzen.

"Trinken Sie es nicht, kochen Sie nicht damit, duschen Sie nicht und waschen Sie keine Kleidung", appellierte Gouverneur Earl Ray Tomblin an die Bürger.

Die Chemikalie - eine Methanolverbindung - ist laut Toxikologen gesundheitsschädlich und sollte nicht berührt, eingeatmet oder verschluckt werden. Unter anderem reize sie Augen, Haut und Atemwege. Es sei unklar, wie viel von der Chemikalie in den Fluss gelangt sei. In den Supermärkten der Region sorgte der Unfall für einen Ansturm auf Trinkwasser. Besorgte Menschen seien in Krankenhäuser gegangen, sogar dann, wenn sie keine Beschwerden hatten, hieß es. (APA, 10.1.2014)

  • Abgepacktes Wasser ist zurzeit Mangelware in vielen Supermärkten.
    foto: ap photo/tyler evert

    Abgepacktes Wasser ist zurzeit Mangelware in vielen Supermärkten.

  • Der Elk River wurde durch eine Chemikalie schwer verschmutzt.
    foto: ap photo/tyler evert

    Der Elk River wurde durch eine Chemikalie schwer verschmutzt.

Share if you care.