Libanon, überirdisch unterirdisch: Al Hamra

Kolumne13. Jänner 2014, 17:44
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Mutabal-Melanzanigatsch, Labneh-Dickjoghurt, Knusper-Falafel und Kibbeh ras: Wien verfügt über einen neuen Libanesen der Extraklasse

Das Jahr hat ziemlich gut angefangen, auch weil Wien neben dem Le Cèdre in der Ausstellungsstraße nunmehr über einen neuen Libanesen der Extraklasse verfügt.

Die Rede ist vom Al Hamra in der Eschenbachgasse, das bis vor kurzem noch als Al Centro fungierte und sich als halbherziger Italo-Levantiner zu verkaufen versuchte.

Seit Betreiber Malek Haddad den Irrweg erkannt, einen neuen Topkoch eingestellt und die durchaus elegante Souterrain-Bude umbenannt hat, lässt sich hier auf eine Art hochklassig genießen, dass man sich glatt in London, Paris oder sonst einer exklusiven Libanesen-Exklave wähnen möchte. Nämlich echt jetzt: In Sachen Mezze - vom rauchigen Mutabal-Melanzanigatsch über das exquisit milde Labneh-Dickjoghurt, die wie Glas am Gaumen berstenden Knusper-Falafel und Kibbeh ras, die grandios würzigen, hausgemachten Makanek-Würstchen (hoher Suchtfaktor), bis zu den geilen Shanklish-Reifkäse-Kugeln mit Oliven und zitrusfrischen Taboulé-Kräutern - wird die große Welt des levantinischen Vorspeisen-Wahnsinns hier in rarer Perfektion zelebriert.

Wer dazu Bier und Arak trinkt, liegt richtig, wer lieber Wein hat, kann aus einer beachtlichen Auswahl richtig guter - auch libanesischer - Tropfen wählen. Tipp: der Rosé von Château Ksara. (Severin Corti, DER STANDARD, 11.1.2014)

Al Hamra
Eschenbachgasse 6, 1010 Wien
Tel.: 01/585 00 44
Mo-Sa 11-24 Uhr

  • Die große Welt des levantinischen Vorspeisen-Wahnsinns wird im Al Hamra in rarer Perfektion zelebriert.
    foto: gerhard wasserbauer

    Die große Welt des levantinischen Vorspeisen-Wahnsinns wird im Al Hamra in rarer Perfektion zelebriert.

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