Novena: Hacker-Laptop mit Open-Source-Hardware

10. Jänner 2014, 15:16
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Crowdfunding-Kampagne für Weiterentwicklung soll im Frühjahr starten

Der ehemalige Xbox-Hacker Andrew "Bunnie" Huang hat zusammem mit Sean Cross einen Open-Source-Laptop entwickelt, der sich vor allem an Hacker richtet. Nach eineinhalb Jahren Entwicklungszeit hat Huang den Novena-Prototyp fertig gestellt, berichtet er in einem Blog-Eintrag

Dokumentationen frei zugänglich

Alle Komponenten haben laut Huang eine komplette, offen zugängliche Dokumentation und sollen "off the shelf" zumindest fünf Jahre lang erhältlich sein. Beim Akku sollen Nutzer selbst entscheiden können, ob sie eine Konfiguration bevorzugen, die auf Laufzeit oder Größe ausgelegt ist. Auch lasse das Mainboard-Design die Wahl verschiedener Displays zu - beispielsweise entweder ein stromsparendes Pixel-Qi-Display oder ein günstigeres LCD.

Hacking-Plattform

Zudem müsse sich der Laptop als Hardware-Hacking-Plattform eignen. Huang hat dafür etwa ein Field Programmable Gate Array (FPGA) auf dem Mainboard integriert. Und das Novena müsse als Security-Hacking-Plattform eingesetzt werden können. Dafür wurden unter anderem zwei Ethernet-Interfaces und ein USB-OTG-Port integriert.

Offenes Gehäuse, nicht unbedingt günstig

Das Gehäuse ist so konzipiert, dass Komponenten schnell ausgewechselt werden können, ohne erst zahlreiche Schrauben lockern zu müssen. Dabei sei es generell nicht das Ziel gewesen, das Gerät möglichst günstig zu halten. Der Novena sei auch bewusst nicht als Konkurrenz-Produkt zum Raspberry Pi gedacht.

Crowdfunding

Der Laptop kam bereits auf dem 30C3 zum Einsatz. Huang hatte gemeinsam mit Cross ezeigt wie manipulierte SD-Karten als Versteck für Schadcode ausgenutzt werden können. Ende Februar oder Anfang März eine Crowdfunding-Kampagne für die Entwicklung eines simpleren Gehäuse-Designs starten. (red, derStandard.at, 10.1.2014)

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    foto: huang
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