Bangladesch: Sieben Jahre Haft für "verzerrende Berichte"

10. Jänner 2014, 15:08
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Herausgeber des Boulevardblattes "Weekly Bilitz" wollte nach Israel reisen

Salah Uddin Shoaib Choudhury, Herausgeber der bangladeschischen Boulevarzeitung "Weekly Blitz",muss wegen Artikeln, die er vor zehn Jahren verfasst hat, sieben Jahre ins Gefängnis, berichtet "Reporter ohne Grenzen".

Ein  Gericht in der Hauptstadt Dhaka sprach ihn zwar von den ursprünglichen Anklagepunkten Blasphemie, Verhetzung und Hochverrat frei, urteilte aber, seine Texte über schadeten dem Ruf des Landes.

Den Vorwurf, er habe für die Zeitung "USA Today" einen Text mit dem Titel "Hello, Tel Aviv" verfasst, konnte nicht bekräftigt werden, weil der Artikel offenbar nie erschienen ist und deshalb nicht auffindbar war.

Choudhury war im November 2003 auf dem Flughafen verhaftet und 17 Monate inhaftiert worden, als er nach Israel reisen wollte. Er hätte dort bei einer Konferenz über zunehmende islamistische Gewalt in seinem Land referieren sollen. Bangladesch unterhält keine Beziehungen zu Israel, Reisen dorthin sind verboten. (red, derStandard.at, 10.1.2014)

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