Schwarzer Tag für Carlos Sainz

9. Jänner 2014, 21:04
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Spanischer Ex-Champion kämpfte auf fünfter Etappe mit gröberen Orientierungsproblemen und verlor über eine Stunde

San Miguel de Tucumán - Der Spanier Nani Roma hat auf dem chaotischen fünften Teilstück der Rallye Dakar den Überblick behalten und mit dem Tagessieg auch die Führung in der Gesamtwertung zurückerobert. Der 41-Jährige aus Vic nahe Barcelona gewann die 527 Kilometer lange Wertungsprüfung von Chilecito nach Tucumán in Argentinien in seinem Mini All4 nach 4:27:01 Stunden mit deutlichem Vorsprung von 4:20 Minuten vor Giniel de Villiers (Südafrika). Dritter wurde Hummer-Fahrer Robby Gordon (USA).

Sainz von eins auf sechs

Großes Pech hatte dagegen Ex-Champion Carlos Sainz im SMG Buggy, der sich in hügeligem und unübersichtlichem Gelände mehrfach verfuhr und mit einem Rückstand von 1:01:49 Stunden ins Ziel fand. In der Gesamtwertung fiel der Spanier vom ersten auf den sechsten Platz zurück (59:43 Minuten zurück).

Nasser Al- Attiyah (Katar) kam als Fünfter ins Ziel und verteidigte damit seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung (26:28 Minuten zurück). Rekordsieger und Titelverteidiger Stéphane Peterhansel aus Frankreich belegt im Mini All4 bei einem Rückstand von 39:59 Minuten den vierten Rang hinter Orlando Terranova aus Argentinien (31:46/Mini).

Coma neuer Motorrad-Spitzenreiter

Bei den Motorrädern gewann der KTM-Werksfahrer Marc Coma aus Spanien die Etappe. Der dreimalige Dakar-Sieger übernahm mit dem souveränen Tagessieg auch die Führung in der Gesamtwertung. Sein Landsmann Joan Barreda Bort hat als erster Verfolger bereits einen Rückstand von 41:10 Minuten.

Aus Sicherheitsgründen wurde der Streckenabschnitt gekürzt, der zweite Teil der Wertungsprüfung fiel aufgrund der extremen Hitze aus. Motorräder und Quads beendeten die Sonderprüfungsstrecke vorzeitig nach 211 der vorgesehenen 527 Kilometer. Zahlreiche Fahrzeuge hatten auf der sandigen Strecke in Nordargentinien nicht den richtigen Weg eingeschlagen.

Streikende Tabakarbeiter

Die Verbindungsstrecke bis zum vorgesehenen Etappenziel in San Miguel de Tucuman war zudem von streikenden Tabakarbeitern gesperrt worden, wie die Zeitung "Clarin" berichtete. Die Etappe von insgesamt 912 Kilometern hätte die längste der Rallye in diesem Jahr werden sollen. (sid/APA, 9.1.2014)

Donnerstag-Ergebnisse der 35. Rallye Dakar - 5. Etappe (Chilecito - San Miguel de Tucuman):

  • Autos (912 km geplant, Ziel nach 428 km): 1. Nani Roma/Michel Perin (ESP/FRA) Mini 4:27:01 Std. - 2. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (RSA/GER) Toyota + 4:20 - 3. Robby Gordon/Kellon Walch (USA) Hummer 20:12 - 4. Orlando Terranova/Paulo Fiuza (ARG/POR) Mini 20:44 - 5. Nasser Al-Attiyah/Lucas Cruz (QAT/ESP) Mini 21:38 - 6. Stephane Peterhansel/Jean Paul Cottret (FRA) Mini 23:55

Gesamtwertung: 1. Roma/Perin 19:21:54 Std. - 2. Al Attiyah/Cruz + 26:28 Min. - 3. Terranova/Fiuza 31:46 - 4. Peterhansel/Cottret 39:59 - 5. De Villiers/Von Zitzewitz 41:24 - 6. Carlos Sainz/Timo Gottschalk (ESP/GER) Buggy 59:43

  • Motorräder (912 km geplant, Ziel nach 211 km): 1. Marc Coma (ESP) 3:02:08 Stunden - 2. Jordi Viladoms (ESP) KTM + 12:54 Min. - 3. Kuba Przygonski (POL) KTM 22:45

Gesamtwertung: 1. Coma 18:45:11 Std. - 2. Joan Barreda Bort (ESP) Honda + 41:10 Min. - 3. Francisco Lopez Contardo (CHI) KTM 53:41

  • Carlos Sainz wird im Kampf um den Gesamtsieg kein Wörtchen mehr mitreden.
    foto: ap/ victor r. caivano

    Carlos Sainz wird im Kampf um den Gesamtsieg kein Wörtchen mehr mitreden.

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