Coming-out als Ausnahme

9. Jänner 2014, 18:58
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Coming-outs aktiver Mannschaftssportler sind selten. Als erster Fußballprofi entschloss sich 1990 der englische Stürmer Justin Fashanu gegen Bezahlung durch die Boulevardzeitung Sun zu diesem Schritt. Acht Jahre später erhängte sich Fashanu im Alter von 37 Jahren, nachdem ihn ein Jugendlicher der Vergewaltigung bezichtigt hatte.

Im Februar des Vorjahres bekannte sich Robbie Rogers zu seiner Homosexualität, der 26-jährige Kalifornier spielt in der US-Major League Soccer. Der Schwede Anton Hysén wurde 2011 durch sein Coming-out bekannter als durch seine sportlichen Erfolge in der dritten Liga. Im selben Jahr trat Hysén beim Life Ball in Wien auf.

Spektakulär war das Coming-out des walisischen Rugby-Profis Gareth Thomas, der Ende 2009 zum einflussreichsten Homosexuellen Englands gewählt wurde. Dem Beispiel des heute 39-Jährigen folgte 2011 Jed Hooper, ebenfalls ein Waliser.

Einzelsportlern, vor allem Frauen, fällt das Coming-out wesentlich leichter, ob im Tennis (Billie Jean King, Martina Navrátilová, Amélie Mauresmo, Arantxa Sánchez), im Eiskunstlauf (Brian Boitano, John Curry) oder im Wasserspringen (Greg Louganis, Tom Daley). Von den Sportlern, die Österreich voraussichtlich bei Olympia in Sotschi vertreten werden, bekannte sich nur Skispringerin Daniela Iraschko zu ihrer Homosexualität. (red, DER STANDARD, 10.1.2014)

  • Daniela Iraschko (li.) und Isabel Stolz nach der Verpartnerung am 31. August des Vorjahres vor dem Standesamt in Innsbruck.
    foto: apa/ mirjageh

    Daniela Iraschko (li.) und Isabel Stolz nach der Verpartnerung am 31. August des Vorjahres vor dem Standesamt in Innsbruck.

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