Wissenschafter namens Stefan(ie) gesucht!

Das Project Steve schlägt Kreationisten und Klimawandelleugner mit deren eigenen Mitteln

Auch Stephen Hawking ist natürlich mit dabei: Er trat dem Projekt einst als 300. Steve bei.

Wer heißt Stefan oder Stefanie (in welcher ortografischen Variante auch immer), ist in Wissenschaft und Forschung tätig, akzeptiert die Faktenlage zum Klimawandel und hält Kreationismus für keine gleichwertige Alternative zur Evolutionstheorie? Hier ist die Stelle, an der er/sie sich melden kann.

Das Project Steve wurde 2003 vom National Center for Science Education (NCSE) ins Leben gerufen, einer US-amerikanischen Organisation, die sich für Aufklärung in den Themenkreisen Klimawandel und Evolutionstheorie engagiert. Dafür griff sie eine Strategie auf, die sowohl Kreationisten als auch "Klimaskeptiker" gerne verwenden: Die Erstellung von Namenslisten, um zu demonstrieren, wie viele Wissenschafter einen bestimmten Standpunkt unterstützen. 

Die Masse macht's (für manche)

Mag eine Metastudie 2013 auch ergeben haben, dass 97 Prozent aller untersuchten Klimawandel-Studien darin übereinstimmen, dass die aktuelle globale Erwärmung vom Menschen verursacht wurde - reiht man die Namen der Wissenschafter mit gegensätzlicher Meinung untereinander, sieht dies immer noch nach einer beeindruckend langen Liste aus.

... aber eben nur deshalb, weil der direkte Vergleich fehlt. Und hier kommt Project Steve ins Spiel: Das NCSE hielt kreationistischen Namenslisten eine mit Wissenschaftern entgegen, die von der Evolutionstheorie überzeugt sind - und zwar auschließlich solchen, die Steve, Stephen oder so ähnlich heißen. Grund für die Namenswahl war die Ehrung des 2002 verstorbenen großen Evolutionsbiologen Stephen Jay Gould. Und siehe da: Trotz dieser erheblichen Einschränkung übertraf die Liste rasch die der Gegenseite.

Aktuell hält das Steve-O-Meter des Projekts bei 1.290 Steves, erst vor wenigen Tagen hat sich der jüngste Neuzugang eingetragen. Trotzdem könnte frisches Blut aus dem deutschen Sprachraum nicht schaden, denn auch internationale Steves (oder Estebans oder Etiennes) sind willkommen. Hier die Seite des Projekts mit allen Infos:

--> NCSE: Project Steve

(red, derStandard.at, 12. 1. 2014)

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