Neues Verfahren soll Behandlung von Hautkrebs verbessern

9. Jänner 2014, 15:32
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Um die Tumordicke präzise messen zu können, kombinieren Forscher die Optische Kohärenztomografie, Optoakustik und Raman-Spektrografie

Hannover - Die Tumore sind oft winzig klein und doch hochgefährlich: Patienten, die an Schwarzem Hautkrebs erkrankt sind, sollten so schnell wie möglich operiert werden, denn das sogenannte Maligne Melanom kann bereits in einem frühen Stadium metastasieren. Das Projekt "MeDiOO" ("Melanomdickenbestimmung mittels Optoakustik und OCT") an der Leibniz Universität Hannover hat das Ziel, mittels einer neuen, optisch basierten Diagnosemethode erstmals bereits vor einer Operation zu bestimmen, wie dick eine verdächtige Hautläsion ist, so dass entsprechend weniger gesundes Gewebe entfernt werden müsste.

Bewährte Methoden neu kombiniert

Die Wissenschafter greifen dabei auf bewährte Methoden zurück, die sie erstmals mieinander kombinieren. Zum einen ist dies die Optische Kohärenztomografie (OCT), ein interferometrisches Verfahren, das mittels Lichtwellen Aufschluss über die Beschaffenheit eines Objekts gibt. OCT funktioniert ähnlich wie Sonographie (Ultraschall), nur dass eben keine Schallwellen, sondern Lichtwellen zur Bildgebung eingesetzt werden.

Zusätzlich dazu soll die Optoakustik als Untersuchungsmethode herangezogen werden, die auf einem ähnlichen Prinzip basiert, bei der jedoch im Gegensatz zu OCT tatsächlich mit Hilfe von Licht und der daraus resultierenden Wärme Schall erzeugt wird. Dieser photoakustische Effekt wird dann zur Bildgebung genutzt. Da das Gewebe eines Melanoms sich nicht zuletzt durch den Farbstoff Melanin vom gesunden Gewebe unterscheidet, könnten so Bilder erzeugt werden, die Aufschluss über die Beschaffenheit des Gewebes geben.

Eine dritte Methode, die zur Untersuchung herangezogen werden soll, sind Messungen mit einem Raman-Spektrometer, ein Verfahren, das aus der Chemie stammt und dazu dient, unterschiedliche Stoffe voneinander zu unterscheiden. Bei der Untersuchung des Materials kommt Laserlicht zum Einsatz. Als zusätzliches Referenzsystem soll außerdem die Sonographie zum Einsatz kommen. Von der Kombination dieser Methoden erhoffen sich die Wissenschaftler eine präzise Analyse der verdächtigen Hautläsion. (red, derStandard.at, 9.1.2014)

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