Fenninger kam schnell aus Pause zurück

9. Jänner 2014, 14:11
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Bestzeit in Zauchensee - Trotz Plusgraden ist Kälberloch-Piste in gutem Zustand - Gut, Maze, Höfl-Riesch vorne mit dabei

Zauchensee - Anna Fenninger hat bereits im ersten Training für die alpine Ski-Weltcup-Abfahrt der Damen am Samstag in Altenmarkt-Zauchensee klargemacht, dass sie das Jahr beginnen will, wie sie das vergangene beendet hat. Die Salzburgerin markierte am Mittwoch auf der Kälberlochstrecke Bestzeit und zählt zu den Topfavoritinnen. Trotz Frühlingstemperaturen war die Piste in sehr gutem Zustand.

Mit dem Sieg im Lienz-Riesentorlauf hatte sich Fenninger in die Weihnachtspause verabschiedet, heiß auf den ersten Abfahrtserfolg ihrer Karriere kehrte sie in das Renngeschehen zurück. Die Salzburgerin verwies die Schweizerin Lara Gut (+0,28), die Slowenin Tina Maze (0,61), die allerdings ein Tor nicht korrekt passiert hatte, sowie die Deutsche Maria Höfl-Riesch (0,65) auf die weiteren Plätze.

"Vor dem ersten Training ist immer eine Ungewissheit da, aber ich glaube, ich habe es mir ganz gut vorstellen können, deshalb war es für mich nicht so schwer. Auf der Einfahrpiste war der Schnee patzig, da hat man gemerkt, dass die Temperaturen schon sehr lange sehr hoch sind. Auf der Strecke selbst ist der Schnee echt kompakt. Da sind vielleicht ein paar Kurven, die ein bisschen nachgeben, aber in den nächsten Tagen wird das noch besser werden und dann haben wir sicher ein gutes Rennen", sagte Fenninger.

Technikliebhaberin

Sie sei mit hundertprozentiger Konzentration und Spannung in das Training auf einer ihrer Lieblingsstrecken ("Alles was technisch schwierig ist, mag ich") gegangen, weil alles andere gefährlich wäre, wie sie erklärte. In Sachen Linie und auch fahrerisch habe sie aber noch einiges zuzulegen. Sollte das Freitagtraining ausfallen - Regen wird prognostiziert - wäre das eine Situation, wie sie öfter vorkomme. "Das ist dann eh für jede gleich. Und ich glaube, ich brauche mir am wenigsten Sorgen machen."

Auch Beaver-Creek-Siegerin Gut mag die Strecke, die mit einem Startschuss von 68 Grad Neigung beginnt und Sprünge und Kurven beinhaltet. "Es macht Spaß, hier zu fahren, es ist eine schöne Strecke, steil und kurvig", sagte Gut, deren ehemaliger Privattrainer Mauro Pini nun im Team von Gesamtweltcupsiegerin Maze angeheuert hat. "Es war schwierig, in diesem Moment einen Trainer zu finden. Wir hatten Glück, dass er frei war", sagte die Slowenin, die auf den ersten Saisonsieg noch wartet.

Kontaktaufnahme und der Beschluss der Zusammenarbeit erfolgten laut Maze erst Mittwoch. "Das Leben ist schnell und der Sport ist noch schneller. Wir haben heute gemeinsam die Strecke besichtigt, ich habe sehr gutes Feedback bekommen und bin sehr zufrieden. Ich denke, wir können gut arbeiten und professionell und auf hohem Niveau über Skifahren sprechen." Als Favoritinnen für die Zauchensee-Abfahrt nannte sie Fenninger, Höfl-Riesch, Gut und Tina Weirather (LIE). "Es ist aber alles offen. Ich muss besser fahren, dann wird auch für mich alles besser werden.

Debüt auf Platz 15

Als zweitbeste Österreicherin war Stefanie Moser unmittelbar vor Regina Sterz Neunte. Cornelia Hütter landete bei ihrem Debüt von ganz oben an der 15. Stelle. "Oben hat es mir einmal den Ski gefressen, da hatte ich Glück, das es mich nicht hingehaut hat. Die Sprünge sind überraschend gut gegangen, alles andere war noch nicht so gut", sagte Hütter, die vor Weihnachten in Val d'Isere als Dritte erstmals in ihrer Karriere auf das Podest gefahren war.

Den Zielsprung ausgelassen hat Elisabeth Görgl, wegen des Drumherumfahrens erklärt sich auch ihr Rückstand von 3,78 Sekunden. "Ich habe schon vorher gesagt, ich verzichte darauf, da klatscht es einen immer ziemlich rein. Und ich muss mit meinen Energien haushalten", erklärte die Steirerin. "Es ist eine lässige Strecke. Es war heute von der Piste her wunderschön zum Fahren. Wie ein Teppich. Auch die Streckenführung ist super, es gibt nichts Besseres."

Wie das Organisationskomitee nach dem Zeitlauf bekannt gab, wird für das zweite Training ein Tor beim Jägersprung ein wenig versetzt, damit soll in dieser Passage das Tempo etwas erhöht werden. (APA, 9.1.2014)

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