Arbeiterkammer: Anfragen zu Pensionen und Pflege steigen

9. Jänner 2014, 14:25
posten

Jedes Mitglied wendete sich vier mal in fünf Jahren an Interessenvertretung - Fragen vor allem zu rechtlichen Problemen

Salzburg - Angestellte in Salzburg wenden sich vor allem mit rechtlichen Problemen an die Arbeiterkammer. Die Arbeiterkammer Salzburg hat dazu in den vergangenen fünf Jahren 300.000 beantwortet. Insgesamt wurden 900.000 Beratungsgespräche geführt. Damit wandte sich im Schnitt jedes der 240.000 Mitglieder fast vier Mal an seine Interessenvertretung. Die Anfragen zu sozialpolitischen Beratungen, wie zu Pensionen und Pflege nehmen dabei zu, erklärte Kammer-Direktor Gerhard Schmidt bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Die Arbeiterkammer zog anlässlich der auslaufenden Funktionsperiode und der Wahlen Bilanz.

"Wir haben in diesen Jahren für die Arbeitnehmer rund 100 Millionen Euro an Ansprüchen erkämpft, das ist ein Vielfaches der einbezahlten Beiträge. So gesehen ist das Geld unserer Mitglieder gut angelegt", sagte der Salzburger AK-Präsident Siegfried Pichler, der sich neuerlich der Wahl stellen wird. Generell seien die Beratungen über Jahre mehr geworden, hätten sich nun aber auf hohem Niveau eingependelt. 

160.000 Gespräche zur Konsumberatung

Von den über 900.000 Beratungen entfielen mit 300.000 die meisten auf die Rechtsabteilung, gefolgt von 165.000 in den Bezirksstellen, 160.000 durch die Konsumentenberater, 140.000 in der sozialpolitischen Abteilung und rund 100.000 in Lohnsteuerangelegenheiten. Wobei im Konsumentenschutz die Arbeiterkammer auch Nicht-Mitglieder berät und dafür vom Land Salzburg auch eine Entschädigung erhält.

Schwarze Zahlen

Finanziell hat sich die Salzburger Arbeiterkammer im Lauf der vergangenen Periode laut Schmidt deutlich erholt. 2007 konnte sie laut Rechnungshof wegen Liquiditätsproblemen die Gehälter gerade noch auszahlen, 2008 lag die Eigenkapitalquote nur mehr bei 21 Prozent. "Es geht uns wieder besser, wir können sogar Impulse im Bildungsbereich setzen", so der Kammerdirektor. So soll das Berufsförderungsinstitut (BFI) demnächst einen zweiten Standort erhalten. Und das Parkhotel Brunauer - ein Seminarhotel der Arbeiterkammer - schrieb seinen Angaben zufolge zuletzt erstmals schwarze Zahlen. Vor 15 Jahren musste die Arbeiterkammer noch eine Million Euro im Jahr zuschießen. (APA, 9.1.2014)

Share if you care.