Sense Mother: Gruselige Robo-Mutter verfolgt den Alltag

9. Jänner 2014, 13:07
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Puppenartiges Gadget erhebt Daten aus Alltagssituationen - Abrufbar mit Smartphone oder Tablet

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich dieser Tage Gadgets zur Erfassung des eigenen körperlichen Wohls und sportlicher Tätigkeiten. Nike Fuel, Jawbone Up oder Fitbit One zählen unter anderem Schritte und Kalorien und ermöglichen den Trägern eine langfristige Beobachtung des sportlichen Gebahrens. "Mother", ein Produkt des US-Start-ups Sense, soll dieses Konzept gleich auf den ganzen Alltag ausweiten und bewegt sich im Ersteindruck im Graubereich zwischen "extrem nützlich" und "ziemlich beängstigend".

Fragen und Antworten

Das Utensil besteht aus einer Puppe, die das Rechenhirn beherbergt, und sogenannten "Cookies". Diese umfassen eine Sammlung verschiedener Sensoren und können an diverse Alltagsgegenstände angebracht werden. Limits gibt es dabei (fast) keine. Egal ob Kaffeekanne, Zahnbürste, Sportschuh oder Tablettenpackung - mit etwas Tüftelei lassen sich allerlei Fragen beantworten. Etwa welches Kind wie oft seine Zähne putzt, wie ausführlich die letzten Joggingrunden waren, ob das Raumklima im Schlafbereich erholsam ist oder man die Zimmerpflanze gießen sollte.

Die erhobenen Daten werden zusammengefasst, mit allerlei Diagrammen visualisiert und lassen sich über die App "Senseboard" mit Smartphone oder Tablet abrufen. Die Ergebnisse lassen sich auch spielerisch nutzen, etwa um Kindern in Form einer Highscore-Liste Anreiz zu regelmäßigem Zähneputzen zu geben.

Heikler Spagat

Natürlich gilt: Wer sich ausführlich über sich und seine Umgebung informieren lassen möchte, muss sich auf einen heiklen Spagat zwischen nützlicher Analyse und lückenloser Selbstüberwachung einlassen. Dementsprechend erntete Sense auch durchaus skeptische Kommentare als Reaktion auf die Vorstellung seines Gadgets.

Für 199 Euro lässt sich ein Basispaket vorbestellen, das eine Mother und vier Bewegungssensoren enthält. Ausgeliefert werden soll noch im Frühjahr. (gpi, derStandard.at, 09.01.2014)

Video: Sense Mother

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Mother

  • "Mother" sieht alles, wenn man es ihr ermöglicht.
    foto: sense

    "Mother" sieht alles, wenn man es ihr ermöglicht.

  • Die erhobenen Daten werden von der App Senseboard aufbereitet.
    foto: sense

    Die erhobenen Daten werden von der App Senseboard aufbereitet.

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