ZTE zeigt Design von modularem Smartphone

9. Jänner 2014, 09:46
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Zumindest fünf austauschbare Komponenten – noch kein Produktionsplan

Nicht nur Motorola hat sich mit Project Ara auf den Weg gemacht, ein modulares Smartphone zu bauen, auch der chinesische Hersteller ZTE hegt ähnliche Ambitionen. Schon 2013 hatte man "Eco-Mobius" angekündigt und präsentierte nun auf der CES ein erstes Design.

Fünf austauschbare Komponenten

Wie auch Ara soll es bei ZTEs Entwicklung ein Kernmodul geben – in Form einer Basisplatine, die alle anderen Komponenten miteinander verbindet. Im Steckprinzip sollen sich daran zumindest fünf verschiedene Module anbringen lassen.

Das Konzept trennt etwa CPU und Grafikeinheit, die heute üblicherweise nach dem System-on-a-Chip-Prinzip auf einem gemeinsamen Bauteil liegen. Als dritte Option gesellt sich der Arbeitsspeicher hinzu, dessen Größe auf diesem Wege dem jeweiligen Anspruch nach anpassbar wäre.

Schließlich soll sich auch der interne Speicher einfach an- und abstecken lassen – um bei Bedarf etwa den zur Verfügung stehenden Platz auszuweiten. Last but not least ist auch eine wechselbare Kamera vorgesehen. Außerdem denkt man darüber nach, die Basisplatine in unterschiedliche Gehäuse mit verschiedenen Displaygrößen einsetzen zu können, um bei Bedarf einen größeren Bildschirm zur Verfügung zu haben.

Derzeit nicht in Arbeit

Das interessant aussehende Design ist aber noch recht weit davon entfernt, zu einem realen Produkt zu werden. ZTE erklärt gegenüber The Verge, dass man aktuell nicht an unmittelbar an der Entwicklung von Eco-Mobius arbeiten würde. Es ist allerdings durchaus denkbar, dass die Technikabteilung des Konzerns derzeit mit der Erforschung und Beseitigung jener Hürden beschäftigt, die einer Umsetzung im Weg stehen.

Motorola ist diesbezüglich anscheinend um einiges weiter. Letzten Dezember verriet Firmenchef Dennis Woodside in einem Videogespräch mit dem YouTube-Techblogger Marques Brownlee, dass bereits ein interner Prototyp existieren würde, der beinahe fertig sei. (red, derStandard.at, 09.01.2014)

  • Fünf Komponenten sollen sich wenigstens austauschen lassen.
    foto: cnbeta.com

    Fünf Komponenten sollen sich wenigstens austauschen lassen.

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