Tiefkühlkost in Japan möglicherweise gezielt vergiftet

Konzentration der Pestizide lag um das 2,6-Millionen-Fache über dem Grenzwert

Tokio - In Japan schockt ein Fall von Lebensmittelvergiftung die Bevölkerung. Mehr als 1000 Menschen in fast allen Provinzen des Landes seien nach dem Verzehr von mit Pestiziden verseuchter Tiefkühlkost erkrankt, berichteten Medien am Mittwoch. Die Betroffenen klagten über Erbrechen, Krämpfe und Durchfall. Sie hatten Tiefkühlkost, darunter Pizzen und Kroketten des japanischen Herstellers Maruha Nichiro, verzehrt. Bei Untersuchungen stellten der Konzern Spuren eines Pestizids fest. In einem Fall lag die Konzentration um das 2,6-Millionen-Fache über dem Grenzwert.

Da Pestizide im Verarbeitungsprozess nicht verwendet werden, geht die Polizei dem Verdacht nach, dass jemand die Lebensmittel vorsätzlich vergiftet haben könnte. Betroffene Produkte finden sich allerdings immer noch in vielen Supermärkten. (dpa, DER STANDARD, 8.1.2014)

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