Media Quarter: Verkauf "ohne Druck"

8. Jänner 2014, 18:03
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Banken und Versicherungen im Visier

Wien - Das Media Quarter Marx (MQM 3) steht nun also zum Verkauf. Nachdem die VBM Beteiligungsmanagement GmbH die Kaufoption für die weiteren 40 Prozent nicht gezogen hat, wurde das Vorgehen zwischen VBM und Stadt Wien nun vereinbart: Zunächst wird, wie es aus der Wirtschaftsagentur heißt, sondiert, um dann mit der Suche nach einem Käufer für die Immobilie im dritten Bezirk beginnen zu können. Über einen Investor der VBM, die A.V.Maximus Holding AG, ist auch die Frau des ehemaligen kasachischen Botschafters, Rachat Alijew, in den Deal verwickelt.

Der ehemalige Schlachthof St. Marx ist ein Stadtentwicklungsgebiet mit 370.000 Quadratmetern Grundfläche. Unter dem Namen "Neu Marx" werden Immobilien für Forschung, Technologie, Medien und Wohnen errichtet. Das MQM 3 ist ein Gebäude im Stadtentwicklungsgebiet.

Marktwert unklar

Wie hoch der Marktwert ist, trauen sich auch Projektinsider nicht zu schätzen. Die Wirtschaftsagentur ist zuversichtlich, das Gebäude bald veräußern zu können, man gehe "ohne Druck" an die Sache. "Ich kann Ihnen kein Maximal- und kein Minimalangebot nennen", sagt eine Sprecherin zum STANDARD.

Ganz einfach dürfte es nicht werden, schließlich hat sich die VBM schon in den vergangenen Jahren bemüht, die Immobilie loszuwerden. Als Käufer im Visier hat man in erster Linie Banken, Versicherungen und Immobilienfonds.

Wie viel Geld wurde bisher investiert? Die Stadt steckte 4,5 Millionen Euro in das Projekt, die VBM 6,9 Millionen. An zusätzlichen Krediten sind von ursprünglich 64 noch 49 Millionen offen. (Rosa Winkler-Hermaden, DER STANDARD, 9.1.2014)

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