Wie man Seesterne vom Essen abhält

11. Jänner 2014, 17:58
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Wissenschafter identifizierten organische Verbindung, die den Stachelhäutern den Beginn bzw. das Ende einer Mahlzeit signalisiert

Schon mal einem Seestern bei der Nahrungsaufnahme zugesehen? Die Tiere zeigen dabei vollen Körpereinsatz: Erst wird die Nahrung, bevorzugt Schnecken, Muscheln und Korallen, mittels Saugfüßchen festgesaugt und fixiert. Dann stülpt der Seestern seinen Magen durch den Mund nach außen, zersetzt die Nahrung mittels Verdauungssekreten, schlürft sie ein und zieht den Magen wieder zurück.

Forscher identifizierten nun jene Neuropeptide, die diesen Mechanismus steuern. In Versuchen mit zehn Seesternarten gelang es, die Magenausstülpung der Tiere willentlich zu steuern - und ihnen so den Beginn bzw. das Ende des Mahls vorzugaukeln. Angesichts der enormen Schäden, die die Stachelhäutern an Korallenriffen anrichten können, möglicherweise eine brauchbare Erkenntnis. In jedem Fall eine weitere Einsicht, wie chemische Prozesse das Verhalten beeinflusssen.

--> "New York Times": ScienceTake: How to Control Starfish

(red, derStandard.at, 11.1.2014)

  • Ein Exemplar des Gemeinen Seesterns beim Verspeisen einer Muschel.
    foto: wikimedia/m. buschmann

    Ein Exemplar des Gemeinen Seesterns beim Verspeisen einer Muschel.

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