Weitere Kritik an Unterrichtsministerin aus Niederösterreich

7. Jänner 2014, 18:02
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Sankt Pölten/Wien - Während man sich im Westen Österreichs für die Gesamtschule offen zeigt, sträubt man sich in Niederösterreich vehement dagegen. Kürzlich hatte sich Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) für die Einrichtung von Modellregionen starkgemacht. Einen "komplett falschen Ansatz" nannte dies Wolfgang Sobotka, Niederösterreichs Finanzlandesrat und NÖAAB-Obmann, im Kurier (Dienstagsausgabe). Das bringe Eltern dazu, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken. Auf Nachfrage stellte er klar: "Das habe ich als NÖAABler gesagt."

Doch auch direkt aus der Landes-VP kommt Kritik: Die für Bildung zuständige Landesrätin Barbara Schwarz (VP) bezeichnete den Vorstoß der Ministerin für Gesamtschulmodellregionen ebenso als "falschen Weg": "Die Neue Mittelschule wurde als Projekt gestartet, das bisher weder fertig durchgeführt noch evaluiert wurde", sagt Schwarz. Zunächst müssten Kosten und Nutzen erfasst werden. Auch eine Abschaffung der Noten hielte Schwarz für nicht zielführend. Sobotka meint, das Schulsystem müsse jedenfalls auf Leistung setzen.

Aus Heinisch-Hoseks Büro kam zu all dem "kein Kommentar". Auch Erwin Pröll (VP) hat sich in die Debatte bisher nicht eingeschaltet. Auf Heinisch-Hoseks Vorgängerin Claudia Schmied hatte sich Niederösterreichs Landeshauptmann regelrecht eingeschossen. (spri, DER STANDARD, 8.1.2014)

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