Rektoren mahnen Sensibilität ein

7. Jänner 2014, 20:00
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Uniko-Chef: Wissenschaft braucht Priorität im Budget

Wien - Der Chef der Universitätenkonferenz Uniko, der Salzburger Rektor Heinrich Schmidinger, hat am Dienstagabend die politischen Entscheidungsträger aufgefordert, "dass sie die notwendige Sensibilität, die angesichts der Gemengelage rund um die Autonomie gefordert ist, aufbringen. Das bedeutet über alle psychologische, historische und diskursive Feinfühligkeit im Umgang mit uns hinaus die Bereitschaft, dafür zu sorgen, dass die Bedingungen der Möglichkeit von Autonomie sichergestellt werden."

An den Hochschulen und unter Studenten hatte es große Beunruhigung wegen der Zusammenlegung des bisher eigenständigen Wissenschaftsministeriums mit dem Wirtschaftsministerium gegeben. Davon sei nichts zurückzunehmen, erklärte der Uniko-Chef. Allerdings konzedierte er, "dass seitens unseres neuen, für uns zuständigen Ministers Reinhold Mitterlehner bereits vor Weihnachten ermutigende Signale ausgingen, die uns hoffen lassen, dass der neue Weg am Ende sogar ein guter werden kann."

Es dürfe allerdings nicht bei symbolischen Akten - wie der Benennung des Ministeriums und der Beibehaltung seiner gewohnten Adresse am Wiener Minoritenplatz 5 - bleiben. Wenn für alles Mögliche "in schwindelerregender Höhe budgetiert, saniert und geschultert werden muss", dann sei es wohl selbst in angespannten Zeiten eine Frage der Priorisierung und des Wollens, ob man die für die Wissenschaft notwendigen Mittel findet. (red, DER STANDARD, 8.1.2014)

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