Die Ozeane sind voller mysteriöser Kügelchen

Ansichtssache12. Jänner 2014, 22:03
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foto: steven biller, chisholm lab, mit

Ozeane sind voller mysteriöser Kügelchen

Zu den häufigsten Lebewesen in den Ozeanen zählen die Cyanobakterien Prochlorococcus und Synechococcus. Ein Forscherteam rund um Sallie Chisholm vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, hat nun entdeckt, dass kleine von diesen Bakterien abgegebene Membranblasen in noch wesentlich größerer Zahl vorkommen. Die 70 bis 100 Nanometer kleinen Vesikel sind mit Proteinen und Erbmaterial gefüllt; zwischen einigen Hunderttausend und mehreren Millionen davon konnten die Forscher pro Kubikzentimeter Meerwasser nachweisen.

Damit dürften diese Bläschen eine erhebliche Rolle im Kohlenstoffhaushalt der Ozeane spielen: In Form dieser ominösen Vesikel geben Prochlorococcus- und Synechococcus-Bakterien täglich bis zu 100.000 Tonnen organischen Kohlenstoff ins Meer ab. Welche Funktion die Bläschen ausüben, bleibt den Forschern allerdings ein Rätsel. Sie könnten dem Austausch von Erbmaterial dienen oder dabei helfen, andere Bakterien anzulocken und zu kultivieren. Möglicherweise übernehmen sie aber auch Schutzaufgaben, indem sie Viren abfangen.

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