Europas Leitbörsen schließen mit Gewinnen

7. Jänner 2014, 18:47
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 41,80 Einheiten oder 1,36 Prozent auf 3.110,96 Zähler.

Positive Impulse kamen von den Arbeitsmarktdaten aus Deutschland. Die Arbeitslosigkeit hatte sich im Dezember dank des milden Winters besser als sonst in dieser Jahreszeit verbessert. Zwar stieg die Zahl der Erwerbslosen. Experten hatten aber einen höheren Anstieg der Quote erwartet.

In der Eurozone soll laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY (ehem. Ernst & Young) die Zahl der Arbeitslosen in nächster Zeit ein Rekordhoch erreichen. Doch diese Nachricht konnte das freundliche Sentiment unter den europäischen Anlegern nicht trüben.

"Was für Deutschland gut ist, ist auch für den Rest von Europa gut", sagte ein Marktbeobachter. Die Anleger seien derzeit zwar vorsichtig, aber optimistisch gestimmt. Nach dem Verlassen des Euro-Rettungsschirms ist Irland mit einer 10-Jahres-Anleihe wieder an den Kapitalmarkt zurückgekehrt und konnte damit 3,75 Mrd. Euro einnehmen. Experten erwarten, dass dieser Erfolg auch die Marktrückkehr vom schwer verschuldeten Portugal vorantreiben könnte.

Im Branchenvergleich waren an den europäischen Aktienmärkten die Banktitel die absoluten Gewinner. Im Euro-Stoxx-50 schlossen die Papiere der spanischen BBVA mit einem deutlichen Plus von 5,70 Prozent bei 9,321 Euro. Societe Generale gingen auf dem zweiten Platz mit einem Gewinn von 4,03 Prozent bei 43,39 Euro aus dem Handel. Auch Unicredit legten um 3,47 Prozent zu, Banco Santander um 3,78 Prozent und Deutsche Bank um 3,03 Prozent.

Auch BASF konnten sich bis am Ende des Handelstages klar im grünen Bereich halten. Die Anteilsscheine des weltweit größten Chemieunternehmens schlossen mit einem Plus von 2,75 Prozent bei 78,52 Euro. Die Aktie war von den Analysten der UBS neu zum Kauf empfohlen und auf die Empfehlungsliste gesetzt worden.

Im Frankfurter DAX setzte sich der europäische Bankentrend fort. Hier katapultierten sich die Papiere der Commerzbank mit einem starken Plus von 5,98 Prozent bei 12,405 Euro an die Spitze des Index. Die rote Laterne trugen Linde mit einem Abschlag von 1,39 Prozent bei 148,45 Euro.

Im britischen "Footsie" schlossen als Indexbeste die Aktien von International Airline Group (IAG). Sie gewannen 3,43 Prozent auf 428,20 Pence. Auf der Verliererseite hingegen gingen Rohstoffwerte aus dem Handel. Fresnillo lag mit Minus 4,08 Prozent bei 705,50 Pence abgeschlagen auf dem letzten Platz im FT-SE-100 Index, auch Rio Tinto verloren 1,56 Prozent. (APA, 7.1.2014)

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