Europas Leitbörsen einheitlich mit Gewinnen

7. Jänner 2014, 11:13
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Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im Vormittagshandel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.45 Uhr um 17,23 Einheiten oder 0,56 Prozent auf 3.086,39 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.453,02 Punkten und einem Plus von 25,02 Einheiten oder 0,27 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 20,69 Einheiten oder 0,31 Prozent auf 6.751,42 Zähler.

Das Sentiment an den europäischen Aktienmärkten zeigte sich freundlich. Ein positiver Impuls kam von den Arbeitsmarktdaten für Deutschland. Im Dezember hatte sich die Arbeitslosigkeit mit dem milden Winter besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Zwar hatte sich die Zahl der Erwerbslosen erhöht, dies aber weniger als erwartet.

Für die Investoren in Europa hatte auch der Entschluss der chinesischen Regierung zur Schattenwirtschaft einen positiven Effekt. Das Reich der Mitte hat neue Kontrollmaßnahmen eingeführt, um die milliardenschwere Schattenbank-Wirtschaft zu regulieren. Schattenfinanz bezeichnet das Leihen von Geld außerhalb des institutionalisierten Bankensystems.

In den USA war am Vortag Janet Yellen vom Senat zur neuen Präsidentin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gewählt worden. Die bisherige Vize-Chefin ersetzt Ben Bernanke, der die Fed acht Jahre lang geleitet hatte.

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 setzten sich die Anteilsscheine des weltweit größten Chemiekonzerns BASF, die um 2,79 Prozent auf 78,55 Euro nach oben kletterten. Die Analysten der UBS hatten die Aktie neu zum Kauf empfohlen. Zusätzlich wurde sie auf eine Empfehlungsliste gesetzt.

Im Branchenvergleich konnten sich die europäischen Bankwerte besonders hervortun. Intesa Sanpaolo legten um 2,24 Prozent auf 1,869 Euro zu, die Papiere der italienischen Großbank 1,69 Prozent auf 5,71 Euro. Deutsche Bank gewannen 1,36 Prozent, Banco Santander stiegen um 1,30 Prozent auf 6,572 Euro.

In Stockholm fielen die Aktien des Tabak- und Streichholzherstellers Swedish Match um 4,66 Prozent auf 198,30 schwedische Kronen. Citigroup hatte die Aktie von "Neutral" auf "Sell" sowie das Kursziel herabgestuft, weil der Konzern auch 2014 weiterhin Druck von der Konkurrenz verspüren werde.

In Frankfurt rutschten die Papiere von Hugo Boss um 2,35 Prozent auf 99,94 Euro ab. Societe Generale hatte die Empfehlung für die Aktie des deutschen Bekleidungsherstellers von "Buy" auf "Hold" heruntergeschraubt.

Im britischen "Footsie" setzten sich Lloyds an die Spitze des Index. Sie gewannen 2,16 Prozent auf 81,86 Pence. Noch im Dezember hatte die britische Finanzaufsicht FCA die Großbank wegen Unregelmäßigkeiten im Vertrieb zu einer Rekordstrafe verdonnert. (APA, 7.1.2014)

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