Europol plant Echtzeit-Tracking von Peilsendern

7. Jänner 2014, 11:54
1 Posting

Objekte und Personen sollen in Echtzeit verfolgt werden

Die europäische Polizeiagentur Europol kümmert sich seit der Einrichtung des European Cybercrime Centres EC3 auch um netzpolitische Themen. So sollen die Mitarbeiter des Zentrums Razzien gegen vermeintliche Anonymous-Mitglieder organisieren, Öffentlichkeitsarbeit leisten und Treffen zu Themen wie "Hacktivism" organisieren.

Neue Techniken ausloten

Wie Netzpolitik.org berichtet, betreibt Europol seit 2012 auch ein Projekt zum TOR-Netzwerk, das gegen Malware und "Cybercrime im Allgemeinen" vorgehen soll. Dieser Bereich ist neben Terrorismus und organisierter Kriminalität nun als dritte Säule von Europol anzusehen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des EC3 will man 2014 neue Techniken zur Bekämpfung von Kriminalität einführen. Dazu gehört auch die Vernetzung mit dem US-amerikanischen Fusion Centre und dem US-Zoll.

Data Mining

Da die Polizeiagentur mittlerweile mit einem massiven Datenaufkommen zu kämpfen hat, weil die einzelnen Mitgliedsstaaten allerhand Informationen liefern, will man sich nun vor allem der Optimierung der Datenbehandlung annehmen. Dazu gehören Big Data Anwendungen, die auch Data Mining erlauben. Bis zu 400 gleichzeitige Suchen und Datenabgleichsaktionen sollen ermöglicht werden. Zugang zum Schengener Informationssystem und die Fähigkeit, große Datenmengen zu verarbeiten, stellen nur einige der neuen Features dar.

Echtzeit per GPS

Bemerkenswert ist dabei die Arbeit an einer "European Tracking Solution", also einer Verfolgungslösung, die Peilsender auch über EU-Binnengrenzen verfolgen kann und unterschiedliche Hard- und Softwarelösungen der einzelnen Polizeibehörden synchronisieren kann. Personen und Objekte können dann in Echtzeit per GPS verfolgt werden.

Stautsberichte

Weitere technische Möglichkeiten dazu sollen ausgelotet werden als auch die Möglichkeit, "Cybercrime-Trends" zu erkennen und technologische Entwicklungen im Zusammenhang mit potentiellen Risiken zu ermitteln. Das Ermitteln von Finanzströmen gehört dabei auch dazu, vor allem im Rahmen eines permanenten Statusberichts, der verdächtige Vorgänge mit Vorschlägen zur Bekämpfung ausspuckt. (red, derStandard.at, 7.1.2013)

  • Das Cybercrime Center von Europol will seine technischen Möglichkeiten weiter ausbauen
    foto: ap

    Das Cybercrime Center von Europol will seine technischen Möglichkeiten weiter ausbauen

Share if you care.