Vergängliche Schönheit einer gefrorenen Eislandschaft

Ansichtssache7. Jänner 2014, 13:25
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Einmal im Jahr verwandelt sich das chinesische Harbin in ein buntes Märchenland

Der Louvre, der Pekinger Sommerpalast oder das Kolosseum: Einmal im Jahr werden im chinesischen Harbin solche berühmten Bauwerke aus Eisblöcken nachgebaut. Das Eis- und Schnee-Festival findet seit 1963 in der Hauptstadt der Provinz Heilongjiang im Nordosten Chinas statt und lockt jedes Jahr viele Touristen an. Ihre volle Magie entfacht die eisige Stadt in der Nacht, wenn die Eisblöcke in vielen Farben angestrahlt werden.

Die Eisblöcke werden aus der gefrorenen Oberfläche des 1.927 Kilometer langen Songhua-Flusses gewonnen. Neben den Bauwerken werden auch filigrane Eis- und Schneeskulpturen ausgearbeitet oder Brücken und Pagoden errichtet. Tausende Eisbildhauer arbeiten dafür mit Pickel, Meißel, verschienendenen Arten von Sägen und meist Tag und Nacht, bevor das Festival beginnt.

Besonders beliebt sind auch die Lokale, die sich in Häusern aus Eis befinden. Dort kann der Drink gleich aus Eisgläsern genossen werden. Doch auch viele Meter lange Eisrutschen oder WCs in Eispalästen sorgen für Staunen. Besonders Abgehärtete können in einem Pool baden, der aus dem gefrorenen Songhua-Fluss geschnitten wird. Immerhin rund 700 Menschen nehmen diese eiskalte Mutprobe jedes Jahr auf sich.

Harbin ist übrigens der optimale Ort für das Eisfestival, da es sich um einen der kältesten Orte in China handelt. Im Winter können die Temperaturen sogar auf minus 40 Grad Celsius sinken. Das Festival hat offiziell am 5. Jänner begonnen und dauert bis Ende Februar. (jus, derStandard.at, 7.1.2014)

foto: reuters/kim kyung-hoon
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