Kurz-Besuch in Brüssel: Ashton baut auf Österreich

7. Jänner 2014, 19:07
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Außenminister traf Außenbeauftragte Ashton und zwei EU-Kommissare

Brüssel - EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton baut bei ihren Bemühungen zur Annäherung zwischen Belgrad und Pristina (Prishtina) auf die Unterstützung Österreichs. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) berichtete am Dienstagnachmittag nach einem Gespräch mit Ashton in Brüssel, dass er in Absprache mit der EU-Chefdiplomatin bereits im Februar nach Serbien und in den Kosovo reisen wolle.

"Ich habe vereinbart, dass eine meiner ersten größeren Reisen neben den bilateralen Antrittsbesuchen nach Serbien und Kosovo sein wird", sagte Kurz vor österreichischen Journalisten. Der Besuch solle ein "Signal der Wertschätzung und Gesprächsbereitschaft" gegenüber Belgrad und Pristina sein, erläuterte der Minister. Ashton habe den Westbalkan-Schwerpunkt in der österreichischen Außenpolitik "sehr freudig zur Kenntnis genommen".

Visite in Belgrad und Pristina

Vor seiner Visite in Belgrad und Pristina absolviert Kurz noch eine Reihe von Besuchen in der österreichischen Nachbarschaft, etwa in der Slowakei, Slowenien und Deutschland. Außerdem hat er sich vorgenommen, bis zu seinem ersten Auftritt beim EU-Außenministerrat in zwei Wochen mit allen 27 EU-Amtskollegen ein erstes Mal gesprochen zu haben, zumindest per Telefon.

Ashton, die das Treffen mit Kurz in einem Twitter-Eintrag am Dienstagnachmittag als großartig bezeichnete, gab dem österreichischen Außenminister auch einen Überblick zu anderen aktuellen internationalen Brennpunkten, wie Nahost, Iran oder Ukraine. Diplomatenangaben zufolge soll sich die EU-Außenbeauftragte dabei "resignierend" geäußert haben, was die Lage in der Ukraine betrifft.

Kurz war am Dienstagvormittag zu seinem Antrittsbesuch als Außenminister nach Brüssel gekommen. Vor Ashton hatte er EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle sowie die Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, getroffen. Vor Journalisten betonte der Minister, dass er Österreich als "aktiven Teilhaber" innerhalb der EU sehe und die Rolle Österreichs mit Aktivitäten in Nischenbereichen wie dem Westbalkan oder Menschenrechtsfragen stärken wolle. Zudem wolle er als jüngster EU-Außenminister den Blickwinkel seiner Generation in die EU-Politik einbringen und Themen wie Transparenz und demokratische Teilhabe vorantreiben. (APA, 7.1.2014)

  • Außenminister Kurz besucht Brüssel.
    foto: apa-foto: dragan tatic

    Außenminister Kurz besucht Brüssel.

  • Der Außenminister traf die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe Kristalina Georgieva...
    foto: apa/tatic

    Der Außenminister traf die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe Kristalina Georgieva...

  • ... und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton.
    foto: apa/tatic

    ... und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton.

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