Muslimbrüder wenden sich an Internationalen Strafgerichtshof

6. Jänner 2014, 21:35
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Beschwerde über Menschenrechtsverletzungen durch Militär

Den Haag/Kairo - Sechs Monate nach dem Sturz von Ägyptens islamistischem Staatschef Mohammed Morsi hat sich die Muslimbruderschaft, der er entstammt, an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gewandt. Ziel seien Ermittlungen wegen Menschenrechtsverletzungen durch das Militär, teilten Anwälte der Partei Freiheit und Gerechtigkeit, die der Muslimbruderschaft nahesteht, am Montag in London mit. Die Beschwerde sei im Namen Morsis eingereicht worden, der zugleich zugesichert habe, Entscheidungen des Gerichts anzuerkennen.

Morsi war am 3. Juli von der Armee gestürzt worden. Im Dezember erklärte das Militär die Muslimbruderschaft zur "terroristischen Organisation". Seit Morsis Sturz wurden in Ägypten bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mehr als tausend Menschen getötet und tausende Anhänger der Muslimbrüder festgenommen. (APA, 6.1.2014)

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