Staatsanwaltschaft liefert Ergebnisse am Mittwoch

6. Jänner 2014, 22:39
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Helmkamera soll Aufschluss geben - Gesundheitszustand Schumachers offenbar leicht verbessert

Grenoble/Berlin- Eineinhalb Wochen nach dem schweren Skiunfall von Michael Schumacher wollen die ermittelnden Behörden ihre Ergebnisse präsentieren. Staatsanwalt Patrick Quincy kündigte für Mittwoch (11.00 Uhr) im Justizpalast von Albertville eine Pressekonferenz zu den dramatischen Ereignissen vom 29. Dezember an, als der Formel-1-Rekordweltmeister beim Skifahren in Meribel verunglückt war.

Aufschluss über den Unfallhergang dürften Bilder der Helmkamera von Schumacher liefern, die die Familie den Ermittlern freiwillig übergeben hat. Zudem soll es laut dem Magazin "Der Spiegel" ein zufällig gedrehtes Video eines 35 Jahre alten Touristen aus Deutschland geben, das Schumacher bei dem Unfall zeigen könnte. Eine Kopie wurde von der Staatsanwaltschaft angefordert.

Der Gesundheitszustand Schumachers hat sich insgesamt offenbar stabilisiert und damit leicht gebessert. Seine Managerin Sabine Kehm wollte am Montagabend allerdings nicht bestätigen, dass der Patient mittlerweile außer Lebensgefahr sei.

Zuerst hatte "bild.de" berichtet, Schumacher schwebe nicht mehr in "akuter" Lebensgefahr. Man bezog sich dabei auf das "engste Umfeld" Schumachers.

Verwackeltes Video

Schumacher liegt seit über einer Woche im künstlichen Koma. Bei dem Sturz mit dem Kopf auf einen Felsen hatte er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Er war unmittelbar nach seiner Einlieferung im Unikrankenhaus von Grenoble notoperiert worden. Bei einem zweiten Eingriff am Abend des 30. Dezembers war dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister ein Hämatom in der linken Hirnseite entfernt worden. Andere seien schwerer zugänglich, hatten die Mediziner anschließend berichtet.

Vor allem die Frage, wie schnell Schumacher vor seinem Sturz unterwegs war, bewegt die Öffentlichkeit. Der vermeintliche Zeuge mit dem Handy-Video soll gesagt haben, Schumacher sei "gemächlich gefahren". Managerin Kehm hatte unter Hinweis auf Schilderungen von Schumachers Begleitern bei dem Skiausflug ebenfalls bereits berichtet, dass er nicht mit hoher Geschwindigkeit gefahren sei. Bei der Unglücksstelle handelt es sich um einen eher flachen Tiefschnee-Abschnitt zwischen zwei Pisten.

Das Video des Touristen könnte zufällig den Sturz dokumentieren. "Der Spiegel" berichtete, dass er nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt mit einem Smartphone seine Freundin gefilmt habe. Im Hintergrund des Films sei leicht verwackelt zu sehen, wie ein Skifahrer in dem nicht präparierten Teil zwischen zwei Pisten über den Schnee gleitet und schließlich zu Fall kommt. (APA, 6.1.2013)

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