Nordwestchina: Mindestens 14 Tote bei Panik in Moschee

6. Jänner 2014, 09:37
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Tragödie bei Essensverteilung während religiöser Zeremonie

Peking - Bei einer Massenpanik in einer Moschee im Nordwesten Chinas sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder. Die Tragödie ereignete sich nach Behördenangaben vom Montag während einer Gedenkfeier für einen verstorbenen religiösen Führer. Augenzeugen zufolge wurde bei der Zeremonie in der Moschee in Xiji in der Region Nigxia gerade Essen verteilt, als Panik ausbrach.

Zehn Menschen verletzt

Bei dem Unglück am Sonntagmittag wurden auch zehn Menschen verletzt. Vier von ihnen befanden sich laut einer von der Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Erklärung der lokalen Behörden am Montag in kritischem Zustand. Das Regionalkomitee der Kommunistischen Partei sei bereits zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Dabei sei festgestellt worden, dass "schlechte Organisation und unzureichende Beaufsichtigung der religiösen Aktivitäten" die Ursache für die Panik seien, hieß es.

Eine Nachrichten-Website veröffentlichte ein Foto, auf dem sechs auf dem Boden aufgebahrte Leichen zu sehen war. Mindestens drei Tote waren Kinder. Im Internet kursierten weitere Fotos, die offenbar nach dem Unglück in der Moschee in Xiji gemacht wurden. Zu sehen war eine große Menschenmenge vor dem grünen Gotteshaus, die meisten Männer. Auf dem Boden verstreut lagen Schuhe und Kleidungsstücke.

In der Region Nigxia am Gelben Fluss lebt die Minderheit der Hui, die mehrheitlich muslimisch ist. (APA, 6.1.2014)

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