Kerry für begrenzte Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge

6. Jänner 2014, 09:19
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Zeitung: Im Gegenzug wollen sich die USA für Anerkennung Israels als jüdischer Staat einsetzen

Tel Aviv - US-Außenminister John Kerry fordert nach einem Zeitungsbericht ein Rückkehrrecht nach Israel für eine begrenzte Anzahl palästinensischer Flüchtlinge.

Die israelische Zeitung "Maariv" berichtete am Montag in ihrer Online-Ausgabe, Kerry habe den Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu im Rahmen seiner jüngsten Vermittlungsbemühungen gedrängt, einem solchen Vorschlag zuzustimmen. Im Gegenzug bemühe Kerry sich um eine palästinensische Anerkennung von Israel als jüdischen Staat.

Kerry will seine Vermittlungsbemühungen am Montag nach einem Abstecher nach Jordanien und Saudi-Arabien fortsetzen. Nach einem Treffen mit König Abdullah sage Kerry, Saudi-Arabien habe "begeisterte" Unterstützung für die im Juli wieder aufgenommenen Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern geäußert. Die arabische Friedensinitiative von 2002 sei ein Teil des Rahmenabkommens, um das die USA sich jetzt bemühten, um den Weg für eine endgültige Friedensregelung in Nahost zu ebnen.

Während des ersten Nahost-Kriegs von 1948 waren etwa 700.000 Palästinenser geflohen oder vertrieben worden. Mit ihren Nachkommen beläuft sich die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge heute nach UNO-Angaben auf etwa fünf Millionen. Israel lehnt ihre Rückkehr in das Kernland ab, weil dies die jüdische Mehrheit im Land gefährden könnte. (APA, 6.1.2014)

  • John Kerry ist mal wieder im Nahen Osten unterwegs.
    foto: epa/jamal nasrallah

    John Kerry ist mal wieder im Nahen Osten unterwegs.

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