Schneestürme und Eiseskälte legen Nordosten der USA lahm

3. Jänner 2014, 19:29
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Notstand in mehreren Bundesstaaten

New York - Schneestürme und klirrende Kälte haben den Nordosten der USA am Freitag teilweise lahmgelegt und tausende Flugausfälle zur Folge gehabt. An der Ostküste fielen stellenweise mehr als 60 Zentimeter Schnee, mehrere Bundesstaaten riefen den Notstand aus. Mehr als 4.000 Flüge wurden gestrichen, weitere Ausfälle wurden erwartet.

Unwetterwarnungen galten unter anderem für die Bundesstaaten New York, New Jersey und Pennsylvania sowie mehrere Neuengland-Staaten. Für einzelne Gebiete wurden Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern vorausgesagt. In Philadelphia kam Medienberichten zufolge ein Straßenarbeiter unter einem Berg von Streusalz ums Leben.

Minus 25 Grad gefühlte Temperatur in New York

In New York, wo bis zu 22 Zentimeter Schnee fielen und 1.700 Räumfahrzeuge auf die Straßen geschickt wurden, sollten die gefühlten Temperaturen bis Freitagabend auf minus 25 Grad sinken.

Bürgermeister Bill de Blasio, der sein Amt erst am Mittwoch angetreten hatte, wurde durch das Unwetter vor seine erste Bewährungsprobe gestellt. Er rief die Menschen am Donnerstag auf, möglichst zu Hause zu bleiben und ein Auge auf ihre Nachbarn zu haben: "Bitte bleiben Sie ab heute Abend drinnen. Wenn Sie nicht hinausgehen müssen, gehen sie nicht hinaus." Die UNO leistete dem Folge und stellte ihre Arbeit in der Millionenmetropole ein.

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, rief den Notstand aus. Er forderte die Menschen zur Benützung öffentlicher Verkehrsmittel auf, um Autobahnsperrungen zu umgehen. Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey rief Gouverneur Chris Christie mit Blick auf das erwartete Schneechaos den Notstand aus.

Mehr als 4.000 Inlands- und Auslandsflüge gestrichen

Zwischen 30 und 45 Zentimetern Schnee wurden in den Bundesstaaten Massachusetts, Rhode Island und Connecticut erwartet. Nicht nur in Massachusetts, wo die Temperaturen teils auf minus 21 Grad fallen sollten, blieben Schulen und Behörden am Freitag geschlossen. Geschäfte und Firmen wurden ebenfalls aufgefordert, die Arbeit ruhen zu lassen, damit die Straßen für die Räumtrupps frei blieben. Auch der Norden des Sonnenstaates Florida musste sich laut dem staatlichen Wetterdienst auf eisige Temperaturen einstellen.

Wegen des Unwetters wurden mehr als 4.000 Inlands- und Auslandsflüge gestrichen. Betroffen waren unter anderem die Flughäfen in New York und Boston, der New Yorker John F. Kennedy Airport blieb wegen miserabler Sicht und heftiger Winde stundenlang geschlossen. Weil es auch im Mittleren Westen kräftig schneite, wurden am O'Hare-Flughafen in Chicago ebenfalls Flüge gestrichen. (APA, 3.1.2014)

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