Anzeige im Tiroler Helistreit

3. Jänner 2014, 16:53
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Unternehmer soll Flugplatz illegal errichtet haben

Innsbruck - Im Streit um einen Heli-Stützpunkt in Mayrhofen im Zillertal liegt nun eine Entscheidung des Landes Tirol vor: Der Flugplatz des dortigen Sanitätssprengels werde aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt. Zudem werde ein Strafverfahren gegen das Helikopter-Unternehmen Heli Tirol des Firmenchefs Roy Knaus wegen des Verdachts der Übertretung nach dem Luftfahrtgesetz eingeleitet.

Knaus hatte den Hubschrauber "Martin 7" mit 27. Dezember in Mayrhofen in Betrieb genommen. Daraufhin folgten Proteste der ÖAMTC-Flugrettung und von Schider Helicopter Service. Sie drohten dem Land Tirol mit der Auflösung der Flugrettungsvereinbarung und argumentierten, dass die Inbetriebnahme "leise, still und heimlich an allen Behörden vorbei" erfolgt sei.

Fläche in Eigenregie aufgeschottert

Das Land begründete seine Entscheidung am Freitag unter anderem damit, dass Heli Tirol in Mayrhofen im bescheidmäßig festgelegten Sicherheitsbereich des bestehenden Flugplatzes in Eigenregie und "ohne jegliche Abstimmung mit den Verantwortlichen" eine Fläche aufgeschottert habe, um von dort Rettungsflugeinsätze durchzuführen.

Weiters wurde bekannt, dass zwei Ansuchen von Heli Tirol, in Mayrhofen einen Hubschrauberstützpunkt und einen Zivilflugplatz zu errichten, später wieder zurückgezogen wurden.

Das gegen das Unternehmen eingeleitete Strafverfahren betrifft nach Angaben des Landes die Errichtung und den Betrieb eines nicht genehmigten Flugplatzes sowie die Durchführung von Außenlandungen und Starts ohne Bewilligung. (APA, DER STANDARD, 4./5.1.2014)

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