Streit um Suche nach Waffenschmugglern in der Türkei

3. Jänner 2014, 11:13
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Lastwagen mit Munition und Raketen war auf dem Weg nach Syrien

Ankara - Um die Kontrolle eines möglichen Waffenschmuggels nach Syrien ist in der Türkei heftiger Streit entbrannt. Türkische Regierungsstellen hätten mehrere Polizisten suspendiert, die einen verdächtigen Lastwagen für eine Durchsuchung gestoppt hatten, berichteten türkische Medien am Freitag. Die Staatsanwaltschaft hatte auf einen Hinweis hin das Fahrzeug anhalten lassen und eine Kontrolle angeordnet.

Der Gouverneur der südlichen Provinz Hatay, Celalettin Lekesiz, habe mehrfach eingegriffen und eine genaue Durchsuchung verhindert, hieß es. Den Berichten zufolge wurde das offiziell mit Hilfsgütern für Syrien beladene Fahrzeug von mehreren Mitarbeitern des türkischen Geheimdienstes MIT begleitet, die den Transport zu einem Staatsgeheimnis erklärt hätten. Türkische Medien hatten am Donnerstag berichtet, die Polizei habe in einem Lastwagen mit Hilfsgütern Raketen und Munition entdeckt.

Erst im November war in der Türkei eine Lieferung von Kriegsgerät nach Syrien vereitelt worden. Das Waffenmaterial war bei der Überprüfung eines Lastwagens in der südlichen Provinz Adana entdeckt worden, in dem die Fahnder eigentlich Drogen vermutet hatten. Ankara hat mehrfach Berichte bestritten, wonach Aufständische im benachbarten Syrien von der Türkei mit Waffen versorgt werden. (APA, 3.1.2014)

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