Dosierlösungen für ältere Patienten

3. Jänner 2014, 08:16
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Arzneimittel müssen sich an individuellen Bedürfnissen orientieren

Graz - Bei chronischen Krankheiten spielt die regelmäßige Einnahme verordneter Medikamente eine wichtige Rolle. Die leichte Handhabung ist vor allem für ältere Patienten wichtig. Um eine patientenfreundliche Medikamententwicklung weiterzutreiben, richten der internationale Arzneikapselproduzent Capsugel und die TU Graz eine Stiftungsprofessur ein.

"Für kranke und alte Menschen ist es mitunter schwierig die richtigen Tabletten zu erkennen und zu ordnen. Dazu kommen oft Schluckbeschwerden", sagt Johannes Khinast, Leiter des an der TU Graz beheimateten Kompetenzzentrums RCPE (Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH). Das kann zu Einnahmen zum falschen Zeitpunkt, Medikamentenverwechslungen oder zur auch zu gänzlichen Verweigerung einer Einnahme führen. Daraus können fatale gesundheitliche Folgen resultieren.

Angemessene Darreichungsform

"Die beste Lösung bieten Arzneimittel, die sich in ihren Inhaltsstoffen an den Bedürfnissen der einzelnen Patienten orientieren und idealerweise in einer für den Patienten am besten angemessenen Darreichungsform alle benötigten Wirkstoffe anbieten", so Khinast. Mit der Stiftungsprofessur "Patientenzentrierte Arzneimittelgestaltung und Produktionstechnologie" soll die Entwicklung von Medikamenten für spezifische Patientengruppen vorangetrieben werden.

Die Stiftungsprofessur ist vorerst auf fünf Jahre befristet und soll vor allem das Angebot des Studiums "Chemical and Pharmaceutical Engeneering" erweitern. Es sei aber auch offen für Studierende der Pharmazie oder Medizin. Parallel wurde am Institut für Prozess- und Partikeltechnik eine entsprechende Arbeitsgruppe eingerichtet. Die Ergebnisse der in Graz durchgeführten Grundlagenforschung sollen über das RCPE in industrielle Kooperationsprojekte überführt werden. (APA/red, derStandard.at, 3.1.2014)

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