Chinesische Heilpflanze enthält neues Analgetikum

2. Jänner 2014, 18:19
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Wirkstoff hilft vor allem gegen chronische Schmerzen

Irvine/Wien - Seit Jahrhunderten wird in China eine lokale Unterart des Lerchensporns als Schmerzmittel verwendet. Man gräbt die Wurzeln der Pflanze aus, die dann in heißem Essig gekocht werden.

Im Rahmen des Herbalom-Projekts, das die chemischen Komponenten traditioneller chinesischer Medizin zu entschlüsseln versucht, begab man sich auch auf die Suche nach dem Wirkstoff, der Corydalis yanhusuo zum Analgetikum macht. Forscher um Olivier Civelli von der Universität von Kalifornien in Irvine wurden tatsächlich fündig, wie sie im Fachblatt "Current Biology" berichten.

Es handelt sich um die Substanz Dehydrocorybulbin (DHCB), die nicht wie Morphine über den Morphinrezeptor wirkt, sondern vor allem über den Dopaminrezeptor. Der Vorteil von DHCB: Anders als Opiate dürfte die Substanz in ihrer Wirkung nicht nachlassen, was sie geeignet zur Behandlung chronischer Schmerzen macht.

Corydalis-Präparate gibt es bereits online zu kaufen. Ihre Nebenwirkungen sind indes noch unbekannt, warnen die Forscher. (red, DER STANDARD, 3.1.2013)

  • Eine Unterart des Lerchensporns wirkt gegen Schmerz.
    foto: itm, portland, oregon

    Eine Unterart des Lerchensporns wirkt gegen Schmerz.

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