News-Gruppe, "Presse", "Krone" und Co: Generalthema Sparen

2. Jänner 2014, 17:21
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Konjunktur und digitale Konkurrenz lassen den Zeitungsverband nach mehr Presseförderung für die Umstellung rufen

Wien - Er hat die Optik von News seit Beginn mitgeprägt. Seit 1. Jänner ist Roman Zach-Kiesling freier Fotograf - die News-Gruppe beendete den Vertrag nach 22 Jahren. Wo und wie Österreichs größter Magazinverlag noch (wohl massiv) spart, wird er in diesen Wochen intern kommunizieren.

Auch "Presse" und "Wirtschaftsblatt" haben Kürzungen auf 2014 vertagt. Manager Michael Tillian will die "Organisationen" inklusive Redaktionen zusammenführen, zuletzt sprach man von "Kooperation" der Styria-Zeitungen.

Sparen bleibt wohl für die meisten Verlage Generalthema. Konjunktur und digitale Konkurrenz lassen den Zeitungsverband nach mehr Presseförderung für die Umstellung rufen.

"Krone"-Sparen

Sparen ist selbst beim alten Printriesen "Krone" Thema: Nach STANDARD-Infos streiten Betriebsrat und Geschäftsführung über (bisher offenbar unabhängig von Diensten gewährte) Sonntagspauschalen. Gerichte einzuschalten soll Thema gewesen sein, was beim auf Harmonie bedachten "Krone"-Betriebsrat eher überraschte. Vorsitzender Erich Schönauer verneint Auseinandersetzungen oder gar Gerichtspläne: "Da gibt es nichts." Nur: "Es gibt Gespräche."

Womöglich gibt es 2014 mehr davon zu sehen, wie sich der seit längerem beauftragte Zeitungsdesignstar Mario Garcia eine modernere Krone vorstellt. Fotograf Zach-Kiesling war für die "Krone bunt" im Gespräch, man wurde aber offenbar nicht handelseins.

Womöglich wird 2014 das Erbe des 2010 gestorbenen Hans Dichand doch noch geregelt, womöglich einigen sich die Erben mit WAZ und Raiffeisen über eine Neuorganisation des Krone-Kurier-Verlags Mediaprint. Der "Kurier" rückt seiner Mediaprintschwester im Frühjahr näher - in der Muthgasse führt er Print- und Onlineredaktion zusammen. Auch ein TV-Studio soll es geben. N24, mit dem der "Kurier" Österreich-Programm plante, gehört inzwischen dem Berliner Bild-Mutterkonzern Springer.

Freizeit für Horowitz

Für die Freizeit braucht der "Kurier" einen nächsten Chef: Michael Horowitz (63), der die Farbbeilage seit Gründung 1989 leitet, soll sich 2014 zurückziehen.

Rudolf A. Cuturi wird am 1. April 70. Der Herausgeber der "Oberösterreichischen Nachrichten" zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück. Söhne Cuturis arbeiten längst als Führungskräfte dort.

Wolfgang Fellner wird im Oktober 60. Vor Österreich hat er 1992 "News" gegründet - und danach die ganze News-Gruppe. (fid, DER STANDARD, 3.1.2014)

PS: Ein Ausblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit - weitere Anregungen stets willkommen. (fid)

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