Erste Group sieht Wachstum in Osteuropa

2. Jänner 2014, 13:06
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Das BIP-Wachstum in den CEE7-Ländern fällt laut Schätzung der Erste-Analysten 2014 doppelt so stark aus wie im Euroraum

Die Analysten der Erste Group erwarten, dass das BIP-Wachstum in den CEE7-Ländern von den für 2013 geschätzten 0,9 Prozent auf 2,2 Prozent im Jahr 2014 wachsen wird. Demnach soll das BIP-Wachstum doppelt so stark wie im Euroraum ausfallen, so die Bank in einer Aussendung. "Das Wachstum wird ausgewogener und damit nachhaltiger verlaufen. Tatsächlich wird 2014 das erste Jahr seit Beginn der Krise sein, in dem die Investitionen in allen Ländern steigen werden", erklärt Juraj Kotian von der Erste Group.

Die Fiskaldefizite werden weiter sinken und die Leistungsbilanzsalden unter Kontrolle bleiben, so die Schlussfolgerung der Erste-Analysten. Außer Kroatien und Serbien sollten alle CEE-Länder 2014 in der Lage sein, das Maastricht-Limit für das Fiskaldefizit in Höhe von 3 Prozent des BIP einzuhalten. "Ungarn und Rumänien konnten vergangenen Sommer das Defizitverfahren beenden. Das Verfahren gegen Tschechien und die Slowakei wird voraussichtlich dieses Jahr eingestellt. Die Slowakei wird vor einer Aufhebung von der Europäischen Kommission wohl aufgefordert werden, weitere Details über zukünftige Konsolidierungspläne bekanntzugeben. Polen hat noch ein weiteres Jahr vor sich, wird 2014 aber wegen außerplanmäßiger Einnahmen aus der Übernahme eines Staatsanleihenportfolios von offenen Pensionsfonds einen Budgetüberschuss verzeichnen", so Kotian.

Die Zinsen werden laut Schätzung der Erste Group niedrig bleiben, die lockere Geldpolitik könne noch eine Weile weitergehen. Da aber der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik in CEE-Anleihen bereits weitgehend eingepreist sei, würden auch die Auswirkungen eines solchen Schrittes auf die Finanzierungsbedingungen der CEE-7-Länder marginal bleiben. Auch durch eine Abkehr der US-Notenbank Fed aus ihrer lockeren Geldpolitik erwarten die Analysten kaum Wellen. (red, derStandard.at, 2.1.2014)

  • Geht es nach den Analysten entwickelt sich das Wachstum stabil und nachhaltig.
 
    foto: ap/alonso

    Geht es nach den Analysten entwickelt sich das Wachstum stabil und nachhaltig.

     

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