Stabile Mieten 2014 in Wien, Gebühren spürbar

2. Jänner 2014, 12:27
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Billige Wohnungen oft nur wenige Stunden online

Wien - Die Immobilientreuhänder gehen davon aus, dass die Mieten in der Bundeshauptstadt 2014 auf stabilem Niveau bleiben. 2014 werde voraussichtlich nur die mit 1. Jänner 2014 in Kraft getretene Erhöhung der Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr zu einem Anstieg der durchschnittlichen Bruttomieten führen, so Michael Pisecky, Wiens Fachgruppenchef der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer.

"Seit dem Frühjahr 2013 ist in der Bundeshauptstadt ein eindeutiger Trend zu einer Abflachung des Mietniveaus erkennbar", erklärte der Wiener Fachgruppenobmann am Donnerstag in einer Aussendung namens der Anbieterseite. Vor allem bei Mieten über der 1.000-Euro-Marke werde es immer schwieriger Mieter zu finden, was dazu führe, dass vor allem größere Wohnungen sogar billiger würden.

Mietwohnungen zwischen 500 Euro bis 800 Euro seien in Wien nach wie vor sehr gefragt. Zwischen 800 Euro und 1.000 Euro dauere die Suche nach einem Mieter schon länger. Bei Wohnungen über 1.000 Euro müssten Makler bzw. Vermieter oft mehrere Wochen oder sogar Monate Suche bzw. Leerstehen in Kauf nehmen. Günstige Wohnungen stünden oft nur wenige Stunden in den Online-Plattformen. Pisecky meint, dass kurzfristige Vergleiche von Immobilienportalen daher oft ein verfälschtes Bild zeigten, da sie nur einen Teil des Gesamtmarktes beleuchten würden, vor allem teurere Wohnungen länger auf diesen Portalen blieben.

Die Immobilientreuhänder bekräftigten heute ihre Forderung, dass das neue Mietrecht, das in den kommenden Monaten entwickelt wird, auch für bestehende Mietverträge gelten sollte. Zugleich sollte, so die Forderung, die Mietpreisbildung "marktnahe" erfolgen. (APA, 2.1.2014)

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    foto: apa/hannibal hanschke
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