Diskonter-Zahnpasta schneidet bei Test am besten ab

2. Jänner 2014, 10:06
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Sechs von 16 Zahncremes entsprechen den Anforderungen - Oft fehlt Fluroid, das für den Kariesschutz essenziell ist

Sensitiv-Zahnpasten versprechen Linderung bei schmerzempfindlichen Zähnen, doch nicht alle Produkte halten auch diese Versprechen. Die Tester des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" haben sich 13 Angebote angesehen, wobei nur sechs davon den Anforderungen gerecht wurden. Erstaunlich: Das Produkt eines Diskonters ist genauso gut wie eine teuer angebotene Zahnpasta.

Hofers "Dentofit" (0,76 Euro pro 100 Milliliter) erzielt laut Test genauso gute Erfolge wie "Fluorid" von Sensodyne (4,80 Euro pro 100 Milliliter). Beide bieten eine gute Kariesprophylaxe und schützen vor Schmerzempfindlichkeit. Ebenso gut erwiesen sich "Sensitiv" von der Müller/Sensident (0,68 Euro pro 100 Milliliter) und die teure "Sensitiv mit Aminfluorid" von Elmex (4,80 Euro pro 100 Milliliter).

Fehlendes Fluorid

Meist werden bei den Produkten Kaliumverbindungen eingesetzt, die eine Weiterleitung der schmerzauslösenden Reize zum Nerv verhindern sollen. Gelegentlich werden auch Strontiumsalze oder Aminfluorid zugesetzt. Diese Verbindungen sollen die feinen Kanäle im Dentin verschließen. Sensitiv-Zahnpasten sollten zudem einen niedrigen Abrieb aufweisen.

In der mit Abstand teuersten Zahnpasta im Test, "Milde Zahncreme" von Biorepair (11,73 Euro pro 100 Milliliter), soll dies durch den Stoff Zink-Carbonat-Hydroxylapatit erreicht werden. Der reagiert allerdings mit den üblicherweise in Zahnpasten enthaltenen Fluoridverbindungen und macht diese inaktiv. So wurde in Biorepairs "Milde Zahncreme" deshalb auf die Zugabe von Fluorid verzichtet. Der Haken dabei: Fluorid ist für die Kariesprophylaxe unverzichtbar, weshalb "Konsument" dieses Produkt ebenso wie drei weitere Produkte ohne Fluorid mit "nicht zufriedenstellend" bewertete. 

Nicht immer "sensitiv"

Mängel in der Zusammensetzung wurden im Test jedoch auch bei anderen Produkten festgestellt. So zeigte sich etwa, dass nicht alle als Sensitiv-Zahnpasten verkauften Produkte tatsächlich entsprechende Wirkstoffe enthalten. Das Produkt "Colgate Total sensitive" etwa enthielt zudem die antibakteriell wirkende Verbindung Triclosan. Das Mittel wird vor allem als Desinfektionsmittel in Spitälern eingesetzt. Da unklar ist, ab welcher Menge es schädlich ist, sollte es nicht in kosmetischen Pflegeprodukten und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs verwendet werden. Der gesamte Test ist in der aktuellen Ausgabe von "Konsument" nachzulesen. (APA/red, derStandard.at, 2.1.2013)

  • "Konsument" testete 13 verschiedene Zahncremes speziell für schmerzempfindliche Zähne: In vier davon fehlt Fluorid, womit ein ausreichender Kariesschutz nicht gegeben ist.
    foto: martin meissner/ap

    "Konsument" testete 13 verschiedene Zahncremes speziell für schmerzempfindliche Zähne: In vier davon fehlt Fluorid, womit ein ausreichender Kariesschutz nicht gegeben ist.

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