Autofahrer im US-Brandgebiet erschossen

13. August 2003, 10:24
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Alkoholisierter umfuhr Polizei-Kontrollposten zum Schutz des US-Präsidenten

Phoenix - Im Süden des US-Bundesstaats Arizona haben Polizisten in der Nacht zum Montag einen Autofahrer erschossen, der einen für den Besuch von US-Präsident George W. Bush eingerichteten Kontrollposten umfahren hatte.

Der alkoholisierte Fahrer war in der Nacht in der Region um den Mount Lemon gestoppt worden, wo Bush am Vormittag die Schäden eines verheerenden Waldbrands besichtigen und ein Schutzprogramm gegen solche Katastrophen vorstellen wollte. Aussagen der Polizei zufolge hat der Fahrer daraufhin Gas gegeben und einen Kontrollpunkt umfahren.

Wenig später sei er von zwei Polizisten gestellt worden, die ihm den Weg versperrt hatten. Als er auf die Beamten zugefahren sei, hätten sie auf ihn gefeuert. "Nach ersten Erkenntnissen deutet nichts darauf hin, dass dies (das Umfahren der Sperre, Anm.) etwas mit dem Besuch des Präsidenten zu tun hatte", sagte ein Polizist. Der Mann habe davon gesprochen, dass er auf dem Berg sterben wolle. (Reuters/DER STANDARD, Printausgabe, 13.8.2003)

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