Japanische Küstenwache rettet chinesischen Ballonfahrer

2. Jänner 2014, 09:09
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Mann scheiterte mit Ballonfahrt zu zwischen Japan und China umstrittenen Inseln

Peking/Tokio - Die japanische Küstenwache hat einen Chinesen gerettet, dessen Ballonfahrt zu einer der zwischen Japan und China umstrittenen Inseln im Ostchinesischen missglückt ist. Der 35-Jährige sei am Mittwochmorgen in der Provinz Fujian mit seinem Heißluftballon zu den Inseln gestartet, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu heißen, sagte ein Vertreter der Küstenwache am Donnerstag.

In der Nähe der Inseln habe er Stunden später jedoch einen Notruf abgesetzt. Ein japanischer Rettungshubschrauber habe den Mann mit seinem Ballon rund 22 Kilometer südlich der Inseln aus dem Wasser gefischt. Er sei der Besatzung eines chinesischen Patrouillenboots außerhalb der japanischen Gewässer übergeben worden.

Chinesische und taiwanische Aktivisten haben bereits mehrfach versucht, auf die Inseln zu gelangen. Der umstrittene Archipel befindet sich etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Die Inseln liegen in fischreichen Gewässern auf einer strategisch wichtigen Schifffahrtsroute, in der Umgebung werden größere Erdöl- und Erdgas-Vorkommen im Meeresboden vermutet. Die Regierung in Tokio hatte im September 2012 mehrere der unbewohnten Inseln verstaatlicht und damit den lang anhaltenden Inselstreit weiter angefacht. (APA, 2.1.2013)

  • Ein chinesische Aktivist wollte mit einem Heißluftballon die Inseln im südchinesischen Meer erreichen. Er scheiterte.
    foto: reuters/handout

    Ein chinesische Aktivist wollte mit einem Heißluftballon die Inseln im südchinesischen Meer erreichen. Er scheiterte.

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