Kroatien: Horrornacht für vier Linzer Schiffbrüchige

14. August 2003, 10:58
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Fünf Stunden lang klammerten sich zwei Ehepaare an ein umgekippte Schlauchboot und trieben übers Meer

Linz - Horrornacht für zwei Linzer Ehepaare vor der Küsten Kroatiens: Sie hatten mit ihrer Motoryacht Schiffbruch erlitten, fünf Stunden lang trieben die Vier - an das umgekippte Schlauchboot geklammert - durchs Meer. Schließlich wurden sie von einem italienischen Schiff gerettet.

Leck im Boot

Es geschah in der Nacht von vergangenem Samstag auf Sonntag. Die zwei Linzer Ehepaare waren mit ihrer Motoryacht etwa fünf Seemeilen von der Insel Solta entfernt unterwegs. Plötzlich bemerkten sie ein Leck und in der Folge einen raschen Wassereintritt. "Wir haben noch versucht, das Wasser rauszuschöpfen, doch das war nicht möglich", schildert der Skipper Erich Geigler die dramatische Situation.

Notruf Hilfe scheiterte

Die Linzer versuchten, über Notruf Hilfe zu holen, doch das gelang nicht. Inzwischen waren die beiden Maschinen der Motoryacht abgestorben, das sinkende Schiff war nicht mehr in Bewegung zu bringen. Der Besatzung blieb nichts anderes übrig, als die Rettungswesen anzulegen und ins Schlauchboot zu wechseln. Dabei rissen die Seile des Schlauchboots, dieses landete verkehrt im Wasser.

Die Motoryacht sank

Die Motoryacht sank. Die vier Linzer klammerten sich an das Schlauchboot und versuchten, durch Ruderbewegungen mit den Händen voran Richtung Insel zu kommen, "das war aber auch unmöglich", erzählt Geigler. So trieben die Schiffbrüchigen bis in den Morgen im Meer. Erst nach rund fünf Stunden kam ein italienisches Schiff in die Nähe und nahm die vier Linzer an Bord. "Die Italiener waren sehr freundlich, haben uns Kaffee, Mineralwasser und etwas zu essen gegeben", so Geigler.

Das gesamte Hab und Gut der Linzer versank mit dem lecken Schiff im Meer, "wir hatten nichts mehr als unsere Badehose, trotzdem waren wir glücklich, dass wir überlebt haben", sagt der Skipper. Und er fügt hinzu: "Der Schock sitzt bei uns immer noch tief, aber dem Meer bleiben wir trotzdem treu und wir werden wieder mit einem Boot aufs Wasser gehen."(APA)

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