Belgrader Regierung: Kosovo ist und bleibt Teil Serbiens

13. August 2003, 16:53
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Über Status soll erst nach Umsetzung der UNO-Resolution 1244 verhandelt werden

Belgrad - Das Kosovo ist und bleibt nach einer Belgrader Regierungserklärung serbisches Territorium. Die staatliche Souveränität und territoriale Integrität Serbiens beziehe sich auch auf das Kosovo, unabhängig davon, dass die Provinz vorübergehend von der UNO (UNMIK) verwaltet wird. Diese Deklaration, die für Vertreter Belgrads bei den bevorstehenden ersten Direktgesprächen mit Kosovo-Albanern bindend sein soll, verabschiedete die serbische Regierung heute, Dienstag. Über das Dokument soll bei der ersten Herbstsitzung im Parlament debattiert werden.

Über den Status der Provinz könne erst gesprochen werden, wenn die UNO-Resolution 1244, die eine substantielle Autonomie für das Kosovo unter Wahrung der "jugoslawischen Souveränität" vorsieht, völlig implementiert sei. Dann könne an einer Plattform für eine "wesentliche Autonomie Kosovos im Rahmen der Republik Serbien als Mitglied des Staatenbundes Serbien-Montenegro" gearbeitet werden.

Zuvor müssten die Standards einer multiethnischen Gesellschaft im Einklang mit der UNO-Resolution verwirklicht werden. Auch eine Dezentralisierung entsprechend den Empfehlungen des Europarates müsste erfolgen ebenso wie die volle Achtung des Militärabkommens Belgrads mit der NATO-Allianz vom Juni 1999 gesichert werden müsse.

Diese Erklärung Belgrads zur Lösung der Kosovo-Frage wird mit Sicherheit heftige und negative Reaktionen im Kosovo auslösen. Für die politische Parteien und Führer der Kosovo-Albaner kommt ausschließlich die Unabhängigkeit in Frage.(APA)

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