Albanische Untergrundgruppe bekennt sich zu Granatanschlag im Kosovo

13. August 2003, 14:53
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Verteidigungsminister Tadic: "Klassischer Akt des Terrors" - AKSh kämpft für "Großalbanien"

Pristina - Die extremistische Untergrundgruppe "Albanische Nationalarmee" (AKSh) hat sich zu einem Granatenanschlag auf eine Armeekaserne im südserbischen Grenzgebiet zum Kosovo bekannt. In einer am Dienstag auf einer AKSh-Internetseite verbreiteten Erklärung hieß es, der Angriff sei eine "Reaktion auf eine serbische Truppenkonzentration in dem Gebiet", das von Serbien "kolonialisiert" worden sei.

Bei dem Angriff war in der Nacht zum Montag ein Soldat verletzt worden. Außerdem wurden Gebäude beschädigt, als drei Sprengkörper auf das Militärgelände abfeuert wurden. Der Verteidigungsminister von Serbien-Montenegro, Boris Tadic, sagte bei einem Lokalaugenschein: "Das ist ein klassischer Akt des Terrors, der den Frieden in der Pufferzone stören soll".

Die extremistische AKSh kämpft für einen großalbanischen Staat auf dem Balkan. Die UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) hat die Organisation verboten. Belgrader Politiker bezeichneten die Anschläge als Terrorismus. Diplomaten westlicher Länder warnten bisher vor harten Reaktionen.(APA/dpa)

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