Djindjic-Mord: Expertenkommission schließt Untersuchungen ab

14. August 2003, 12:39
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Bericht wurde der Regierung zugestellt

Belgrad - Eine Expertenkommission der serbischen Regierung hat ihre Untersuchung über eventuelle Sicherheitslücken bei der Bewachung des am 12. März ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic abgeschlossen. Einzelheiten wurden allerdings noch nicht bekannt. Vize-Ministerpräsident Zarko Korac, der die Expertenkommission leitete, erklärte, der Bericht wurde am Mittwoch der Regierung zugestellt.

Korac präzisierte, dass eventuelle Unterlassungen des Wachdienstes nicht unbedingt eine Straftat darstellen würden. Die Verantwortlichen müssten allerdings mit disziplinären Maßnahmen rechnen. Ergebnisse der Untersuchung nannte Korac nicht.

Djindjic war von einem Scharfschützen vor dem Eingang des Regierungsgebäudes am hellichten Tage erschossen worden. Sein Bodyguard kam mit einer schweren Verletzung davon. Der Mörder von Djindjic war nach Angaben der Belgrader Polizei ein Angehöriger der Spezialpolizeieinheit "Rote Barette".

Im Belgrader Kreisgericht waren am Dienstag Ermittlungen in der Causa Djindjic abgeschlossen worden. Die Sonderstaatsanwaltschaft muss nun innerhalb der gesetzlichen Frist von 15 Tagen Anklage gegen die Tatverdächtigen erheben. (APA)

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