Wachteln, Fasane, Birkhühner: wahre Kraftprotze

18. August 2003, 11:26
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Federwild hat die stärksten Muskeln im Tierreich - Mutter Natur hat dafür gesorgt, dass sie bei Angriffen schnell in die Lüfte abheben können

Leeds/Wien - Will ein Herrscher Macht demonstrieren, sollte er anstatt eines Adlers oder Löwen besser eine Wachtel in seinem Wappen platzieren. Wie aus einer Studie der University of Leeds (Großbritannien) hervorgeht, haben Vertreter des so genannten Federwilds - Wachtel, Fasan und Birkhuhn - die stärksten Muskeln überhaupt.

Diese Vögel haben ihre Flügel hauptsächlich dafür entwickelt, um im Falle eines Räuber-Angriffs möglichst rasch in der Luft und in Sicherheit zu sein. Dabei sind sie eher plumpe Flatterer, sie können weder Segeln noch längere Strecken fliegen. Dafür sind ihre Muskeln wahre Kraftpakete, für den kurzen und kräftigen Einsatz, ohne Rücksicht auf Energiekosten oder Ähnliches.

Gourmets müssen es geahnt haben

Studienautor Graham Askew untersuchte Fasan-Arten, Pfauen, Rebhühner sowie Wachteln. Er modellierte ihre Flugmuster im Computer um zu sehen, wie viel Energie jeder Vogel zum Abheben vom Boden einsetzt. Es zeigte sich, dass Wachteln, Fasane und Birkhühner die stärksten Muskeln aller Tiere auf unserem Planeten haben. Interessantes Detail: Die Muskeln einer 40 Gramm schweren Wachtel sind genauso kräftig wie die eines vier Kilo schweren Pfaus.

Was die Wissenschaft erst jetzt belegt, wissen oder ahnen Gourmets - und nicht nur solche - schon lange. Schließlich ist ein zartes Wachtel- oder Fasanbrüstchen nichts anderes als die Flugmuskulatur der Vögel. (APA)

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    Wachtel mit Nachwuchs.

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