Betandwin hat sich nicht verzockt

17. August 2003, 20:46
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Internet-Wettanbieter wartet im Halbjahr mit einem positiven Ergebnis und einem satten Umsatzplus auf - Zahl der Wetten fast verdoppelt

Wien - Der Internet-Sportwettenanbieter betandwin.com hat im ersten Halbjahr 2003 ein starkes Umsatzplus und ein positives Ergebnis erzielt. Das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 8,12 Mio. Euro auf 0,64 Mio. Euro ins Plus, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von minus 6,03 Mio. Euro auf plus 3,0 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag ad-hoc mit. Der Wett- und Casinoumsatz stieg um 70 Prozent auf 187,27 Mio. Euro. Wachsen will betandwin weiterhin vor allem in Kontinentaleuropa.

Über neun Millionen Wetten

Der Bruttorohertrag (Wett- und Casinoumsatz minus Wett- und Casinogewinn) wuchs im ersten Halbjahr 2003 um 194,3 Prozent von 5,79 auf 17,04 Mio. Euro. Die Bruttorohertragsmarge aus dem Wettgeschäft erhöhte sich von 9,6 auf 17,2 Prozent. Das Konzernergebnis vor Steuern drehte von minus 8,4 Mio. Euro auf 0,558 Mio. Euro ins Plus, nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf minus 0,494 Mio. Euro nach minus 7,96 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2002. Die liquiden Mittel betrugen per Ende Juni 22,40 Mio. Euro.

Im ersten Halbjahr 2003 wurden 9,08 Mio. Wetten abgeschlossen, nach 5,09 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Steigerung von 78,5 Prozent. Die Anzahl der Registrierungen war mit 61.809 (1. Halbjahr 2002 111.788) in Ermangelung internationaler sportlicher Großveranstaltungen rückläufig.

Produktpalette ausgedehnt

Seit Mai 2003 hat die börsennotierte Betandwin das Produktportfolio - vorerst im Pilotbetrieb - um ein lotterieähnliches Produkt erweitert, das vom Tochterunternehmen BAW International betrieben wird. Ab dem dritten Quartal 2003 werde die Berichterstattung um die Sparte "lotterieähnliche Produkte" erweitert.

In Kontinentaleuropa würden zahlreiche Akquisitionsmöglichkeiten evaluiert, hieß es weiter. Künftig werde verstärkt eine "Multibrand"-Strategie zum Einsatz kommen. In Griechenland arbeite betandwin am Aufbau eines Business-to-Business Vertriebsmodells. In Kooperation mit einem griechischen Partner werde neben einem Sportwettenprodukt auch ein Online-Casino konzipiert und umgesetzt.

Weitere Kooperationen

In Deutschland verhandle Betandwin mit dem bisherigen Beteiligungspartner betandwin e.K. und anderen potenziellen Distributionspartnern über eine Kooperation, nachdem die Zusammenarbeit mit betandwin e.K. nach einem Jahr Mitte Juni abgelaufen sei. Eine Entscheidung darüber, ob in Deutschland zukünftig Vertriebskooperationen eingegangen werden oder ausschließlich ein in der Konzeptionsphase befindliches eigenes Vertriebskonzept zum Einsatz kommen soll, werde in den kommenden Wochen fallen. In Skandinavien will betandwin wie berichtet über die noch zu genehmigende Übernahme der britischen Playit.com expandieren. (APA)

  • Betandwin hat zum Halbjahr den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft.
    bild: betandwin

    Betandwin hat zum Halbjahr den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft.

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